Chancen in Schwellenländern entdecken
Für Anleger, die langfristige Anlagen mit echter Diversifikation anstreben, ist ein Engagement in Schwellenländern enorm wichtig.


Die Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft verändern sich. Schwellenländer gewinnen zunehmend an Bedeutung für globales Wachstum, Innovationen und Vermögensaufbau. Globale Anleger sollten daher in Erwägung ziehen, ein substanzielles Engagement in Aktien aus Schwellenländern aufzubauen oder zu verstärken.
In über 30 Jahren, in denen Robeco in Schwellenländer investiert, war eine Konstante der unaufhaltsame wirtschaftliche Fortschritt in Schwellenländern. Dennoch werden Aktien aus Schwellenländern weiterhin rückwärtsgewandt bewertet: als Verstärker globaler Zyklen mit hohem Beta, als rohstoffgetriebene Profiteure des chinesischen Wachstums oder als Diversifikationsbaustein in Portfolios mit Schwerpunkt auf Industrieländer. In der Realität ist diese Einteilung jedoch nicht mehr angemessen.

Für Anleger, die langfristige Anlagen mit echter Diversifikation anstreben, ist ein Engagement in Schwellenländern enorm wichtig.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern ist ein Prozess, der sich über Jahrzehnte erstreckt. Über die trockenen makroökonomischen Daten hinaus skizzieren die Veränderungen in den wichtigsten Sektoren der Schwellenländer ein deutlich klareres Bild. Im Jahr 2008 entfielen die größten Gewichtungen des MSCI EM Index auf primär rohstoffintensive Industrien wie Bergbau und Energie (Abbildung 1).

Quelle: MSCI, Dezember 2025
Im Zeitraum bis 2025 hatte sich der Index gewandelt, wobei Technologie mit 28 % der Marktkapitalisierung der größte Sektor war. Während Anlagen in Schwellenländern nach wie vor ein erhebliches Engagement in Rohstoffen (7 %) und Energie (4 %) bieten, spiegelt das wirtschaftliche Gleichgewicht heute eine stärkere Ausrichtung auf innovationsgetriebene Sektoren wider.
Ergänzend zur Innovationsführerschaft sind die Auswirkungen des wachsenden inländischen Konsums und Wohlstands in Schwellenländern bereits in den Wachstumsdaten sichtbar. Wir sind der Ansicht, dass sich die damit verbundenen Multiplikatoreffekte im kommenden Jahrzehnt verstärken und einen zusätzlichen strukturellen Rückenwind für Anlagen in Schwellenländern darstellen werden. Der Grundstein dafür ist bereits gelegt, denn die Finanzsysteme in Schwellenländern werden immer ausgefeilter und institutionell stabiler. Lokale Kapitalquellen – etwa Pensionskassen, Staatsfonds und Versicherungen – entwickeln sich zunehmend zur dominierenden Kapitalquelle an den großen Aktienmärkten der Schwellenländer.
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