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The Essentials of Sustainability Investing

The Essentials of Sustainability Investing

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1. Was ist SI?

Sustainability Investing (SI) gewinnt an Popularität. Mittlerweile wird weltweit ein Anlagevolumen von mehr als 23 Mrd. US-Dollar nach den Grundsätzen nachhaltiger Geldanlage verwaltet. In diesem Kapitel befassen wir uns mit der Definition von Sustainable (oder Responsible) Investing, seinem gegenwärtigen Status und seiner Vorgeschichte.

Environment, Social und Governance (ESG)

Sustainability Investing stellt ein globales Phänomen dar, das einen Orientierungsrahmen für die Einbeziehung der Faktoren Environment, Social und Governance (ESG) bei alltäglichen Anlageentscheidungen liefern soll. Was als Kampf gegen die Sklaverei begann, hat sich zu einem Geschäftsfeld mit einem Volumen von mehreren Billionen Dollar entwickelt. Die Vereinten Nationen lieferten bei der Vorstellung ihrer Principles for Responsible Investment (UNPRI) im Jahr 2005 folgende Definition:

Principles for Responsible Investment (UNPRI)

„Responsible Investment stellt einen Ansatz bei der Geldanlage dar, der auf die Einbeziehung der Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG) in die Anlageentscheidungen abzielt, um so Risiken besser zu steuern und nachhaltige, langfristige Anlageerträge zu erwirtschaften.”1

Viele Investoren gehen bei Sustainability Investing heute einen Schritt weiter und versuchen, den Ansatz zur Erhöhung des Ertrags zu nutzen – dabei profitieren sie von einem überlegenen Anlageergebnis und tragen gleichzeitig zu einer besseren Welt bei.

SI stellt mittlerweile ein bedeutendes Konzept dar, das Ende 2016 einen Anteil von einem Viertel an allen in Europa verwalteten Geldern hatte – aktuellere Daten liegen noch nicht vor. In Australien und Neuseeland werden mittlerweile 50,6 % der Geldanlagen nachhaltig verwaltet. Am bedeutendsten ist Sustainability Investing in Europa, wo 52,6 % der Geldanlagen nach SI-Prinzipien verwaltet werden. Dies entspricht einem Anlagevolumen von mehr als zwölf Billionen US-Dollar, also rund der Hälfte der jährlichen Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten oder der Europäischen Union, laut der Global Sustainable Investment Alliance. 2

Eine stolze Geschichte

Quäker

Die Idee des Nachhaltigen Investierens hat einen langen Weg hinter sich seit ihren bescheidenen Anfängen im 18. Jahrhundert. Damals lehnte die Glaubensgemeinschaft der Quäker jede Investition ab, die irgendetwas mit Sklavenhandel zu tun hatte, und schuf so die ersten Ausschlusskriterien. In jüngerer Zeit nahm das Konzept zur Schaffung einer besseren Welt durch verbesserte Gleichbehandlung der Menschen mit der neuen Gesetzgebung zur Gleichberechtigung in den 1960er Jahren Fahrt auf. In grösserem Umfang wurden Ausschlusskriterien in den 1970er Jahren angewendet, als sich Unternehmen wegen des Apartheid-Regimes in Südafrika weigerten, dort zu investieren.

SI erreichte weltweite Bedeutung im Jahr 1987, als die UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung – bekannt geworden als die Brundtland-Kommission – einen Report mit dem Titel „Our Common Future“ veröffentlichte. Dieser Report ist besonders bemerkenswert, da er den Begriff „nachhaltige Entwicklung“ prägte und diesen definierte als „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart stillt, ohne die Möglichkeit zukünftiger Generationen, ihre eigenen Bedürfnisse zu stillen, zu beeinträchtigen.“3

People, Planet, Profit

Die Verknüpfung des Ansatzes mit allgemeinen Geschäftsaktivitäten führte zum Konzept der drei „Ps" – People, Planet, Profit – das in den 1990er Jahren Fuss fasste. Das Konzept besagte, dass ein geschäftlicher Fokus auf die drei Aspekte (also nicht nur Gewinn) gleichermassen wichtig sei, damit ein kommerzielles Unternehmen nachhaltig ist.4

Daraus wurde das ESG-Konzept mit Fokus auf den Aspekten Umwelt, Soziales & Governance (ESG) entwickelt, das heute die Grundlage der meisten Prozesse bei nachhaltigen Investments darstellt.

Es ist mittlerweile integriert und gehört zum Mainstream

Integrierte Nachhaltigkeit

Mit dem heutigen Fokus auf ESG ist Sustainability Investing nicht länger auf den Ausschluss bestimmter Aktivitäten, den Umweltschutz oder das Wohlergehen der Leute beschränkt. Die Analyse von ESG-Faktoren ist nun routinemässig in die umfassendere Finanzanalyse integriert, die nach wie vor auf gängige Kennzahlen wie Profitabilität und Marktanteil achtet. Damit ist sie ein Teil des Mix anlagerelevanter Kriterien geworden – und stellt nicht länger das Anliegen von Aussenseitern dar.

Entstanden ist daraus das Konzept der integrierten Nachhaltigkeit (erörtert in Kapitel 3) sowie ein ganzheitlicher, umfassender Ansatz, durch den SI etabliert und Teil des Mainstream geworden ist.

1. UNPRI https://www.unpri.org/pri/what-is-responsible-investment
2. Global Sustainable Investment Alliance 2016 Review http://www.gsi-alliance.org/wp-content/uploads/2017/03/GSIR_Review2016.F.pdf
3. ‘Our Common Future’, the Brundtland Commission http://www.un-documents.net/our-common-future.pdf
4. John Elkington, ‘Enter the triple bottom line’, 2004 http://www.johnelkington.com/archive/TBL-elkington-chapter.pdf

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2. SI-Ziele mit Kunden definieren

Es gibt verschiedene Wege, sich Sustainability Investing anzunähern. In diesem Kapitel betrachten wir die drei relevantesten Strategien – die sich auf Ausschlüsse, Integration und Impact Investing stützen – und erörtern, welcher Ansatz am besten zu unterschiedlichen Anlegertypen passt.

SI stellt kein pauschales Gesamtkonzept dar – vielmehr gibt es eine Grosse Bandbreite an unterschiedlichen Stilen und Präferenzen bei der Umsetzung, wobei es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Allerdings hat sich ein Konsens herausgebildet, was die bestmögliche Herangehensweise für unterschiedliche Anlegertypen in Abhängigkeit von ihren Zielen angeht.

Ihre Motivation mag in persönlichen Überzeugungen begründet sein, zum Beispiel dem Wunsch, nicht in umstrittene Dinge zu investieren; oder sie möchten es als Mittel zur Verbesserung ihres Risiko/Ertrags-Profils verwenden oder ihnen gefällt möglicherweise die Idee, zu positiven Veränderungen beizutragen. Damit verengt sich die Auswahl auf drei Hauptansätze: die Verwendung von Ausschlusskriterien, die Integration der Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG) in den Investmentprozess sowie Impact Investing.

Ausschlüsse

Exclusions: Die klassische und nach wie vor populärste Methode des Sustainability Investing besteht in der Vermeidung, in Unternehmen mit kontroversen Geschäftspraktiken zu investieren. Dabei reicht die Bandbreite von Geschäftstätigkeiten, die schlecht für die Gesundheit oder die Umwelt sind (zum Beispiel Tabakherstellung oder Ölbohrungen in der Arktis), bis hin zu eindeutig kriminellem Verhalten wie Korruption oder Zwangsarbeit. Einige Unternehmen sind bereits aufgrund der nationalen Gesetzgebung zwingend auszuschliessen. Beispielsweise verbietet das niederländische Recht Anlagen in Herstellern von Streubomben.

Das Risiko eines Reputationsschadens – einfacher gesagt die Angst davor, einen schlechten Eindruck zu machen – war häufig die Motivation dafür, nicht in Dinge zu investieren, die die Allgemeinheit missbilligt. So meiden viele ausschlussbasierte Strategien die Anlage in Unternehmen die im sogenannten „Sextett der Sünden“ engagiert sind, d. h. Tabak, Waffen, Alkohol, Kernenergie, Glücksspiel und Pornographie. Doch was als umstritten gilt, unterliegt im Zeitverlauf Änderungen. In den letzten Jahren ist es gängiger geworden, die Förderung thermischer Kohle auszuschliessen, während einige die Ansicht vertreten, dass „Zucker der neue Tabak“ ist.

Integration

Integration: Hierbei handelt es sich um die systematische Verwendung finanziell wesentlicher ESG-Kriterien, um das Risiko/Ertrags-Profil von Anlagen zu verbessern und damit eine höhere Wertentwicklung zu erzielen. Auf längere Sicht sollte in der Theorie ein besseres Risiko/Ertrags-Profil zu Anlageerträgen führen, die denjenigen der Benchmark überlegen sind und damit ein Alpha generieren.

Die Umsetzung in der Praxis unterscheidet sich bei den verschiedenen Vermögensverwaltern stark. Manchmal erfolgt die ESG-Integration durch spezialisierte SI-Teams und manchmal in eher allgemeiner Form durch ein Overlay über eine Assetklasse. Dabei unterscheiden sich auch die der Analyse zugrunde liegenden Quellen. Einige Unternehmen bevorzugen ein eigenständiges Nachhaltigkeit-Research, während andere sich auf externe Analysen verlassen, die von auf ESG-Research spezialisierten Firmen bereitgestellt werden. Dies wird ausführlicher in Kapitel 3 behandelt.

Impact investing

Impact Investing: Bei diesem Ansatz werden Anlagen mit dem Ziel getätigt, einen messbaren positiven Effekt auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu bewirken und gleichzeitig einen positiven finanziellen Ertrag zu erzielen. Dies kann bedeuten, dass man in einen Fonds investiert, der auf die Bereitstellung sauberer Energie in Schwellenländern ausgerichtet ist oder auf die Erhöhung des Nährstoffgehalts in Nahrungsmitteln abzielt. Eine verbreitete Vorgehensweise dabei ist, sich an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zu orientieren, die in Kapitel 4 näher besprochen werden.

Impact Investing ist durch drei wesentliche Elemente gekennzeichnet. Erstens muss eine bestimmte Absicht gegeben sein: der Investor bemüht sich also von sich aus und gezielt darum, eine positive Wirkung zu erreichen. Zweitens sollte die Anlage einen positiven Ertrag abwerfen; es handelt sich also nicht um Wohltätigkeit. Drittens sollten die finanziellen sozialen und umweltbezogenen Effekte beim Impact Investing messbar und transparent sein.

Wahl des persönlichen Stils

Welcher Ansatz ist also für wen am besten geeignet?
Ausschlüsse eignen sich am besten für Anleger, die eine klare Vorstellung davon haben, welche Produkte oder Verhaltensweisen nicht mit ihren Prioritäten oder denen ihrer Stakeholder vereinbar sind. Für einige professionelle Anleger gibt es Tabus. Beispielsweise neigen Krankenversicherer dazu, Unternehmen auszuschliessen, deren Produkte gesundheitsschädlich sind, beispielsweise Zigaretten.

Die Integration von ESG ist eine gute Option für Anleger, die den Ansatz nicht separat, sondern im Rahmen eines breiteren, ganzheitlichen Vorgehens verfolgen wollen. Solche Investoren sind der Ansicht, dass die Verwendung von ESG-Informationen zu besser begründeten Anlageentscheidungen und einem vorteilhafteren Risiko/Ertrags-Profil führt, obwohl daneben Standardkennziffern nach wie vor Bedeutung haben.

Impact Investing kommt am ehesten für Anleger infrage, die eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft anstreben und gleichzeitig der Meinung sind, dass sie ausreichende Anlageerträge dabei erzielen können. Beispielsweise trägt insbesondere die Ausrichtung auf Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien zum Kampf gegen die globale Erwärmung bei und wirft gleichzeitig einen finanziellen Ertrag aus dem Verkauf des erzeugten Stroms ab.

Auswählen und kombinieren

Die meisten Anleger entscheiden sich für eine Mischung aus diesen drei Stilen. Einige verwenden Ausschlüsse im Rahmen eines Integrationsansatzes und betrachten diesen als Kombination aus negativen Ausschlüssen und positiver Einbeziehung. Andere halten an Ausschlüssen auf Grundlage eigener moralischer Überzeugungen fest und verfolgen bei anderen Anlagen einen weniger strikten Nachhaltigkeitsansatz.

Allerdings gewinnt die vollständige Integration an Bedeutung, da sie als eher pauschale Methode fungieren kann, die einige Vermögensverwalter als Standard anbieten können. Impact Investing stellt dagegen einen eher spezialisierten Ansatz dar und die Zahl der darauf ausgerichteten Fonds ist relativ begrenzt. Einige Anleger verwenden diesen Ansatz als Ergänzung, insbesondere dann wenn sie ein spezielles Interesse verfolgen, zum Beispiel im Hinblick auf Schwellenländer.

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3. Wie funktioniert die ESG-Integration?

Die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance sind mittlerweile routinemässig in gängige Investmentprozesse integriert. Dieses Kapitel beschäftigt sich damit, wie und in welcher Ausprägung dies geschieht.

Wie in Kapitel 2 dargelegt wurde, ist die ESG-Integration eine der drei wichtigsten Methoden zur Umsetzung von Sustainability Investing. In den Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen ist dieser Prozess wie folgt definiert:

„Ausdrückliche und systematische Einbeziehung der Aspekte Umwelt, Soziales und Governance bei der Investmentanalyse und den Anlageentscheidungen. Anders gesagt bedeutet die ESG-Integration die Analyse aller wesentlichen Faktoren im Rahmen der Investmentanalyse und bei den Anlageentscheidungen einschliesslich der Aspekte Umwelt, Soziales und Governance.“5

Finanzielle Relevanz

Hierbei kommt es entscheidend auf die „finanzielle Relevanz“ an. Die betrachteten Faktoren sind also nicht lediglich ein nettes Extra, sondern haben direkte Auswirkungen auf die finanzielle Situation eines Unternehmens. Beispielsweise wird ein Anleger Aspekte wie Luftverschmutzung oder unnötigen Abfall nicht lediglich aus der Perspektive der damit einhergehenden Umweltbeeinträchtigung betrachten. So können sich entsprechende Verhaltensweisen von Unternehmen auch in finanzieller Hinsicht auf sie auswirken. Mögliche Folgen sind die Verurteilung zu Strafzahlungen, steigende Kosten sowie regulatorische Risiken als Folge mangelnder Schonung von Ressourcen.

Wie erfolgt die Umsetzung?

Die ESG-Integration findet für gewöhnlich in drei Schritten statt. Zunächst werden die für das Unternehmen relevantesten Aspekte identifiziert und näher untersucht. Danach kann der Anleger die wahrscheinlichen Auswirkungen dieser Faktoren auf das Geschäftsmodell des Unternehmens analysieren. Abschliessend können diese Informationen in die Bewertungsanalyse einbezogen werden, um zu einer fundamentalen Einschätzung zu gelangen.


Diese ESG-Analyse stellt ein ergänzendes Element in einem umfassenden Mix aus traditionellen Kennzahlen zur Bewertung des Unternehmens und seiner Aussichten dar. Auf dieser breiten Grundlage lässt sich entscheiden, ob man Aktien oder Anleihen des Unternehmens kauft. Dabei bleiben weitere Faktoren wichtig, beispielsweise die fundamentale Verfassung des Unternehmens, ob das von ihm abgedeckte Marktsegment wächst, und ob seine Gewinnmargen bei zukünftigen Schocks, technischen Fortschritten oder veränderten Kundenbedürfnissen stabil bleiben. Letztlich muss alles, was ein Unternehmen tut, nachhaltig sein, oder ihm droht der Untergang. Ein Beispiel dafür ist Kodak, das den Übergang vom analogen Film zur digitalen Fotografie verpasste und 2012 Insolvenz einreichte. Im Jahr darauf kam das Unternehmen mit einem anderen Geschäftsmodell wieder auf den Markt.

Aktien UND Anleihen

Ein grosser Vorteil der ESG-Integration besteht darin, dass sie bei allen Assetklassen funktioniert. Bestätigt hat sich dies sowohl bei Anleihen als auch bei Aktien, und in Rohstoff- oder Immobilienportfolios lässt sich der Ansatz ebenfalls verwenden.

Bei Aktien zielt die ESG-Analyse im Allgemeinen auf die Identifikation eines Kurspotentials ab, das in der Marktbewertung noch nicht zwingend berücksichtigt ist. Dagegen soll die ESG-Analyse bei Anleihen ein mögliches Abwärtsrisiko offenlegen, das sich im Bonitätsrating noch nicht widerspiegelt. ESG-Aspekte werden in einen bestehenden analytischen Rahmen integriert, der weitere Faktoren berücksichtigt, sie werden also nicht isoliert berücksichtigt.

Positiver Filter

Positiver Filter

Eine Möglichkeit des Einsatzes der ESG-Analyse besteht darin, Portfolios mittels positiver Filter zu bilden, wobei wichtiger ist, was man einbezieht, als was man ausschliesst. Dieses Verfahren soll speziell Wertpapiere identifizieren, die über höhere ESG-Scores verfügen als andere, sodass die Entscheidung über einen möglichen Kauf besser begründet ist.

Nachhaltigkeits-Scores können auch ein Auslöser für die Über- oder Untergewichtung eines Wertpapiers gegenüber ihrem Anteil in der relevanten Benchmark sein, anstatt sie in gleicher Grössenordnung einzubeziehen oder ganz auszuschliessen. Im Hinblick auf Länder können solche ESG-Scores bei der Entscheidung über die Anlage in den jeweiligen Staatsanleihen verwendet werden.

Best-in-class

Best-in-class

Anleger, die einen Schritt weitergehen und nur die nachhaltigsten Unternehmen in ihr Portfolio aufnehmen wollen, können dies mit dem „Best-in-class“-Ansatz tun. Dieser beschränkt sich auf die Unternehmen mit den höchsten Nachhaltigkeits-Scores in einem bestimmten Sektor und ignoriert die übrigen weitgehend.

Der Best-in-Class-Ansatz hat an Popularität gewonnen, Der Ansatz hat allerdings den Nachteil, dass Anleger dabei ihr Anlageuniversum stark einengen und sich allein auf ESG-Kriterien als Treiber zukünftiger Anlageergebnisse stützen. Ausserdem schliesst man dabei Unternehmen aus, die über grösseres langfristiges Potential zur Verbesserung ihres ESG-Profils verfügen als diejenigen, die diesbezüglich bereits führend sind. Damit ist der Ansatz stark fokussiert und gehört nicht zum Mainstream.

5. UNPRI https://www.unpri.org/investor-tools/what-is-esg-integration/3052.article

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4. Vier Trends, die Sustainability Investing begünstigen

Sustainability Investing ist kein Nischenthema mehr, sondern umfassend verknüpft mit einigen der grössten Probleme unserer Zeit. In diesem Kapitel erläutern wir, welche vier Trends die Verbreitung des Ansatzes begünstigen.

Megatrends

Erstens bestimmen eine Reihe von Megatrends die Agenda bei globalen Fragestellungen im Bereich Umwelt, Soziales und Governance, wobei das Thema Klimawandel im Vordergrund steht. Zweitens zwingen verschärfte Regulierungen zur Berücksichtigung von SI, vor allem in Bereichen, wo dies zuvor freiwillig war, beispielsweise im Hinblick auf die Verbesserung von Nahrungsmittelstandards.

Millennials

Drittens haben die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen praktisch das monetisiert, was zuvor humanitäre Aufgaben waren. Viertens gelangt durch Vermögensübertrag mehr Geld in die Taschen sozial bewussterer Menschen wie der „Millennials", die verstärkt die Absicht äussern, SI bei ihren Sparplänen zu nutzen.

Begünstigender Faktor 1: Megatrends

Trends folgen im Wesentlichen Mustern menschlichen Verhaltens, die sich im Zeitverlauf ändern. Einige davon sind technologischer Art wie zum Beispiel das Aufkommen des Internets, andere sind gesellschaftlicher Natur wie zum Beispiel das zunehmende Gesundheitsbewusstsein, und wiederum andere sind auf die Natur bezogen wie etwa Lösungen zur Bewältigung der globalen Erwärmung.

World Economic Forum

In seinem Global Risk Report 2018 identifizierte das World Economic Forum eine Reihe von Megatrends, die das Wesen der Geldanlage verändern. Drei der wichtigsten davon bergen sowohl Risiken als auch Chancen für Anleger: Klimawandel (E), Ungleichheit (S) und Digitalisierung (G).

Abkommen von Paris

Vielleicht am bedeutendsten ist der Versuch, das im Abkommen von Paris festgehaltene Ziel zu erreichen, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Da die Emission von Treibhausgasen, vor allem CO2, als Hauptursache gilt und in erster Linie aus der Nutzung fossiler Brennstoffe resultiert, ist eine gross angelegte Dekarbonisierung erforderlich. Um das 2-Grad-Ziel zum Jahr 2100 zu erreichen, muss die Welt bis 2050 kohlenstoffneutral werden.

Der nächste Aspekt ist die Bekämpfung zunehmender Ungleichheit innerhalb der Länder, die wiederum von einer Reihe von Faktoren wie Globalisierung, Einwanderung und Automatisierung verursacht wird. Diese Entwicklung hat teilweise zum verstärkten Populismus bei Leuten beigetragen, die sich durch „Fortschritt“ an den Rand gedrängt und finanziell benachteiligt fühlen. In einigen Ländern ist es zu regelrechten sozialen Unruhen gekommen, die die Risikoprämien von Hochzins- und Staatsanleihen haben steigen lassen.

Digitalisierung
Cyber Security

Der dritte Megatrend ist die Digitalisierung und das damit verbundene Hauptrisiko – das Problem der Cyber Security. Eine Untersuchung der Credit Suisse aus dem Jahr 2017 zeigte, dass die jährlichen Kosten von Cyber-Kriminalität mehr als 500 Mrd. US-Dollar betragen und damit rund 15-20 Prozent der jährlichen Wertschöpfung des Internets abzweigen. Dies hat allerdings zu erheblichen Anlagechancen bei den Unternehmen geführt, die Cyber-Kriminalität bekämpfen, beispielsweise Softwareunternehmen und Anbieter von Fintech-Lösungen für Zahlungsverkehr.6

Begünstigender Faktor 2: Vorschriften & Regulierungen

Ein Grossteil der Veränderungen des Umfelds ist auf Regulierungen zurückzuführen. Vielleicht die bekannteste davon ist das Abkommen von Paris, das am 22. April 2016 von 174 Ländern ratifiziert wurde – das Datum wird heute von der UNO als „Earth Day“ bezeichnet. An den Finanzmärkten wurden mit Regulierungen von Basel III bis Solvency II Vorkehrungen gegen eine weitere globale Finanzkrise getroffen, wodurch sich die Art und Weise der Geschäftstätigkeit von Banken und Versicherern geändert hat.

Andere absehbare Initiativen umfassen Pläne vieler Regierungen, die Hersteller von Nahrungsmitteln zur Reduzierung des Zuckeranteils zu zwingen, um gegen Übergewicht vorzugehen, möglicherweise mittels einer Besteuerung von Zucker, wie sie derzeit in einer Reihe von Ländern erprobt wird. Des Weiteren erfordern Gesetze sorgfältigere Prüfungen in der Wertschöpfungskette, um Kinder- oder Sklavenarbeit, gefährliche Arbeitsbedingungen oder sonstige sozial inakzeptablen Praktiken auszuschliessen. Einige Ausschlüsse sind ausserdem strafbewehrt, sowie das Verbot von Anlagen in umstrittenen Waffen wie zum Beispiel Streubomben.

Begünstigender Faktor 3: Sustainable Development Goals der UN

Sustainable Development Goals

Eine weitere globale Initiative, die auf eine bessere Welt abzielt und gleichzeitig einen Anlageertrag ermöglichen soll, sind die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Diese beziehen sich auf Problemfelder wie die Ausrottung des Hungers bis hin zur verbesserten Ausbildung für Mädchen, wie die folgende Grafik zeigt:

Anleger können Fonds auswählen, die in der einen oder anderen Form zur Erreichung eines oder mehrerer dieser Ziele beitragen. Zum Beispiel kann ein Fonds Investitionen in Unternehmen tätigen, die gesündere und erschwinglichere Nahrungsmittel produzieren (Nachhaltigkeitsziel 2), oder in Gesundheitsunternehmen, die Impfstoffe für die Schwellenländer entwickeln (Nachhaltigkeitsziel 3).

Begünstigender Faktor 4: Vermögensübertragung

Vermögensübertragung

Inzwischen findet eine bedeutende Vermögensübertragung statt, bei der Kapital vermehrt an die „Millennials“ übertragen wird – der Generation, die ab den 1980er Jahren geboren wurde. Untersuchungen zeigen, dass diese Altersgruppe ein weit grösseres Interesse an nachhaltiger Geldanlage haben als ihre Eltern oder Grosseltern– und ihnen steht wesentlich mehr Geld zur Verfügung. Nach Angaben des Center on Wealth and Philanthropy am Boston College werden die Millennials zwischen heute und dem Jahr 2060 bis zu 59 Billionen US-Dollar erben. Dies stellt die grösste intergenerationelle Vermögensübertragung in der Geschichte dar.7

Laut dem „Sustainable Signals"-Report von Morgan Stanley aus dem Jahr 2017 ist bei den Millennials die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei der Geldanlage auch zu einer besseren Welt beitragen wollen, doppelt so hoch wie bei anderen Investoren. „Eine jüngere Generation von Anlegern, die zum weit überwiegenden Teil davon überzeugt sind, dass ihre Anlageentscheidungen positive Auswirkungen haben können, führt den Trend zu Sustainable Investing an,” so der Report.8

Unterdessen machte die britische Researchfirma Campden Wealth und die Schweizer Investmentbank UBS eine Umfrage unter 262 Family Offices mit einem durchschnittlichen Anlagevermögen von fast 1 Mrd. USD. Dabei ergab sich, dass 40 Prozent der Befragten planten, ihre Allokationen in Nachhaltigkeitsthemen wie Ressourceneffizienz, Bewahrung von Ressourcen oder menschlichem Wohlergehen in den nächsten zehn Jahren zu erhöhen.9

Sie erwarten zudem von ihren Vermögensberatern, ESG-Ansätze zu verwenden, so eine Studie von Factset (siehe untenstehende Abbildung):10

6. https://www.credit-suisse.com/corporate/en/articles/news-and-expertise/a-secure-business-201707.html
7. Boston College, Center on Wealth and Philanthropy: www.bc.edu/research/cwp.html
8. Morgan Stanley, ‘Sustainable Signals’, 2017 http://www.morganstanley.com/ideas/sustainable-socially-responsible-investing-millennials-drive-growth.html
9. UBS, Global Family Office Report, 2017 http://www.globalfamilyofficereport.com/purpose/
10. Factset, the Culture Challenge for HNWIs for the wealth management industry in the information age: https://msenterprise.global.ssl.fastly.net/wordpress/2017/07/Facset-The-Culture-Challenge_final-in-Wealth-Mgmt.pdf

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5. Irrtümer über SI

Zu wissen, was Sustainability Investing ausmacht, ist eine Sache. Ebenso wichtig ist es zu verstehen, was SI nicht ist. In diesem Kapitel befassen wir uns mit einigen der gängigsten Irrtümer über SI und veranschaulichen sie anhand eines Videos.

Irrtümer über SI

Zwar nimmt das Interesse an SI ständig zu, doch halten sich diesbezüglich einige Irrtümer hartnäckig, seitdem das Konzept vor Jahrzehnten in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt ist.

Vermutlich der grösste Irrtum ist die Vorstellung, dass die Berücksichtigung von ESG-Faktoren im Rahmen des Investmentprozesses die Wertentwicklung mindert. Tatsächlich gibt es inzwischen zahlreiche Hinweise darauf, dass der Einsatz von SI den Ertrag erhöhen kann. Da dies der wichtigste auszuräumende Irrtum ist, wird er in Kapitel 6 ausführlicher behandelt.

Ein weiterer verbreiteter Irrtum ist der, dass es bei Sustainability Investing nur um Umweltthemen geht. Zwar ist der Umweltaspekt nach wie vor wichtig, doch bedeutet ESG ebenso, sich auf die Faktoren Soziales und Governance zu konzentrieren. So können für einige Unternehmen soziale Aspekte und das Thema Governance wichtiger sein als der Faktor Umwelt.

Ein für das 21. Jahrhundert typischer Irrtum besteht ausserdem darin, dass sich nur Millennials für Nachhaltigkeit interessieren. Wie wir in Kapitel 4 gesehen haben, trifft es zwar zu, dass jüngere Leute stärker an das Konzept glauben als ihre Eltern oder Grosseltern. Doch zeigen Untersuchungen, dass alle Altersgruppen das Konzept als solches befürworten.

Das Ausräumen der genannten Irrtümer erfordert klare Fakten, womit ein eigenständiger Irrtum verbunden ist: dass nämlich für den Erfolgsnachweis des Konzepts nicht genügend Daten zur Verfügung stehen. Tatsächlich besteht aber das Problem darin, dass zu viele Daten vorhanden sind, weshalb eine eigenständige Analysebranche entstanden ist, die Anleger in die Lage versetzt, einen Erkenntnisgewinn daraus zu ziehen.

Dies sind nur einige der gängigsten Irrtümer. Es gibt darüber hinaus weitere, die von „SI funktioniert nur bei Aktien“ bis hin zu „SI funktioniert nicht in Schwellenländern“ reichen. Schauen Sie unten unser Video, um „Die Wahrheit über Sustainability Investing: Fakt oder Fiktion?“ zu erfahren.

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6. Wertentwicklung

Die meisten Leute halten nachhaltige Geldanlage für eine gute Idee – doch ist dafür ein Preis zu bezahlen? In diesem Kapitel erläutern wir, wie Anleger durch den Einsatz von SI auf lange Sicht höhere risikobereinigte Erträge erzielen, und liefern als Beleg dafür einige Forschungsergebnisse.

Die Auffassung, dass SI zulasten der Wertentwicklung geht, beruht auf dem Glauben, dass man auf Ertragspotential verzichten muss, um ein bestimmtes Ideal zu verfolgen. Dazu beigetragen hat, dass in einigen Fällen der Übergang zu Nachhaltigkeit in der Tat mit Kosten verbunden ist.

Zum Beispiel müssen Energieunternehmen, die ihre Geschäftsmodelle von fossilen Brennstoffen weg entwickeln, Milliarden für neue Infrastruktur aufbringen. Auch die Überprüfung, ob in der Wertschöpfungskette keine Kinder- oder Sklavenarbeit eingesetzt wird, kann kostspielig sein. Zeitaufwendig und mit Kosten verbunden können zudem Bemühungen um vermehrte Einstellung von Frauen oder Arbeitnehmern aus ethnischen Minderheiten sein.

Die Welt verändert sich

Demographischen Entwicklungen

Lohnt sich der Aufwand? Auf lange Sicht: ja. Die Welt unterliegt einem unbarmherzigen Wandel, getrieben von regulatorischen Vorschriften, veränderten Konsumgewohnheiten und demographischen Entwicklungen. Unternehmen, die heute die Investitionen tätigen, um mit diesen Veränderungen Schritt zu halten, werden in Zukunft die Früchte ernten können. Ein entsprechendes Engagement schlägt sich am Ende in ihren Gewinnen nieder und damit letztlich auch im Wert ihrer Aktien und Anleihen.

Dabei ist jeder Fall unterschiedlich: ESG-bezogene Risiken unterscheiden sich je nach Unternehmen, Sektor und Branche. Zum Beispiel sind Umweltaspekte ein grösseres Problem für Minenunternehmen als für Softwareproduzenten. Dagegen können soziale Faktoren für Sektoren mit vielen niedrigbezahlten Arbeitnehmern entscheidend sein. Das Thema Governance wiederum ist vor allem für Banken von grosser Bedeutung. Einige Beispiele dafür, wie sich SI in unterschiedlichen Sektoren auswirkt, erläutern wir in Kapitel 9.

Anleger, die sich die Zeit nehmen und die Mühe machen zu analysieren, wie nachhaltig Unternehmen in Zukunft werden, können fundiertere Entscheidungen über die infrage kommenden Aktien und Anleihen treffen. Dadurch sind sie geringeren Risiken ausgesetzt und profitieren zugleich von erhöhten Erträgen, wodurch sich das Risiko/Ertrags-Verhältnis von beiden Seiten her verbessert.

Finanziell wesentlich

Der Hauptgrund dafür ist der, dass der Kernbestandteil der ESG-Integration die ausschliessliche Analyse von finanziell wesentlichen Aspekten ist, die sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens auswirken. Demnach wird beispielsweise Umweltverschmutzung als zukünftige Kosten des Verursachers für die Behebung des Schadens oder regulatorische Strafzahlungen aufgefasst und nicht lediglich als gesellschaftliches Problem der Umweltqualität. Unternehmen, die im Hinblick auf die Aspekte Soziales oder Governance schwach abschneiden, werden sich am Ende schlechter entwickeln als solche mit problembewusstem Management. Es geht letztlich um finanzielle, nicht emotionale Faktoren.

Drei Studien belegen ESG-Outperformance

Noch nicht überzeugt? Drei Studien, die den „Mehrwert“-Aspekt von ESG in den letzten drei Jahren betrachteten, kamen zu besonders bemerkenswerten Ergebnissen.

  • In welchem Umfang SI Mehrwert schaffen kann, zeigte eine Untersuchung aus dem Jahr 2015, die mehr als 200 Quellen analysierte, darunter akademische Forschungsergebnisse, Branchenreports, Zeitungsartikel und Fachbücher. Dabei ergab sich, dass „80 Prozent der untersuchten Publikationen zeigten, dass sich sorgfältig angewandte Nachhaltigkeitspraktiken positiv auf den Anlageerfolg auswirken."11
  • Zugrundeliegenden Studien

  • In einer anderen Untersuchung wurden alle 2.250 akademischen Studien analysiert, die seit 1970 zu diesem Thema veröffentlicht worden waren und sich auf Daten aus vier Jahrzehnten bis zum Jahr 2014 stützten. Es zeigte sich, dass laut 62,6 Prozent der zugrundeliegenden Studien, ESG positive Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung von Unternehmen hat. Nur 10 Prozent kamen zum gegenteiligen Schluss.
  • Eine Studie zu Aktienerträgen aus dem Jahr 2016 wies erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen einer besseren Unternehmensentwicklung sowie der Offenlegung wesentlicher ESG-Aspekte einerseits und höheren Aktienkursen andererseits nach. Das Papier mit dem Titel „Corporate Sustainability: First Evidence on Materiality“ legte eindeutig dar, dass sich der finanzielle Nutzen von ESG in den Vermögenspreisen bemerkbar macht.12

Die Verwendung von Grundsätzen des Sustainability Investing kann daher nachweislich den Ertrag erhöhen und nicht verringern bzw. stellt zumindest keine Beeinträchtigung der Wertentwicklung dar, wie dies vereinzelt angenommen wurde.

11. Clark, Gordon L. and Feiner, Andreas and Viehs, Michael, From the Stockholder to the Stakeholder: How Sustainability Can Drive Financial Outperformance (March 5, 2015). Available at SSRN: https://ssrn.com/abstract=2508281 or http://dx.doi.org/10.2139/ssrn.2508281
12. Khan, Mozaffar and Serafeim, George and Yoon, Aaron S., Corporate Sustainability: First Evidence on Materiality (November 9, 2016). The Accounting Review, Vol. 91, No. 6, pp. 1697-1724. Available at SSRN: https://ssrn.com/abstract=2575912 or http://dx.doi.org/10.2139/ssrn.2575912

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7. Aktive Investorenrolle

Eine aktive Rolle als Investor (Active Ownership) ist ein wichtiges Element des Sustainability Investing. In diesem Kapitel erläutern wir, worum es sich dabei handelt und wie sich dadurch das Verhalten der Unternehmen zunehmend verändert.

Active ownership

Ein Anleger wird allgemein als jemand betrachtet, der die Wertpapiere eines Unternehmens mit der Absicht hält, eine Rendite und/oder laufende Einnahmen zu erzielen. Doch die Rolle als Investor kann noch einen anderen Zweck haben. Ein Aktionär ist auch anteiliger Besitzer des jeweiligen Unternehmens, während Anleiheninvestoren dem Unternehmen benötigtes Kapital bereitstellen. Deshalb sollten beide ihre Position dazu nutzen, notwendige Änderungen einzufordern.

Investoren nutzen in vermehrtem Mass ihre Macht, um die Unternehmensführung dahingehend zu beeinflussen, dass der Wert ihrer Anlagen geschützt wird oder zunimmt. Diese Art von Active Ownership steht heute beim Sustainability Investing im Vordergrund und kann dann besonders wirksam sein, wenn sich Investoren zusammentun, um bei wichtigen Themen Änderungen zu bewirken.

Dies kann im Wesentlichen auf zwei Wegen geschehen: durch das Abstimmungsverhalten und durch aktiven Dialog mit dem Unternehmen.

Wandel durch Abstimmung

Anleger, die mit den Geschäftsgrundsätzen eines Unternehmens nicht einverstanden sind, können auf Hauptversammlungen dagegen stimmen. Sie können auch auf Veränderungen abzielende Anträge einreichen oder gegen Resolutionen stimmen, die ihnen nicht zusagen. Einzelne Aktionäre, die nur einen geringen Prozentanteil des Eigenkapitals halten, sind auf sich allein gestellt nicht imstande, Änderungen zu bewirken. Daher tun sich mittlerweile Anleger zusammen, um sich gemeinsam gegen Dinge zu wenden, mit denen sie nicht einverstanden sind. Deutlich wird dies an der zunehmenden Bedeutung von Anlegerverbänden, die bei wichtigen Themen eine gemeinsame Position formulieren.

Ein gutes Beispiel dafür, dass eine gemeinsame Resolution positiven Wandel bewirkt hat, ist die 2017 abgegebene Zusage von McDonald's, den nicht-therapeutischen Einsatz von Antibiotika im verwendeten Hühnerfleisch auslaufen zu lassen und dasselbe anschliessend bei Schweine- und Rindfleisch zu tun. Anlass dafür waren Sorgen, dass ein übermässiger Einsatz unnötiger Antibiotika in der Viehzucht dazu führen kann, dass Bakterien eine für den Menschen tödliche Immunität entwickeln.

Ein Aspekt, gegen den mittlerweile sehr häufig gestimmt wird, ist die übermässige Bezahlung von Führungskräften in Unternehmen, insbesondere dann wenn Vergütungsanhebungen bei Mitgliedern des Board nicht im Einklang mit der Profitabilität oder dem Erfolg des Unternehmens stehen. Auch wenn das Abstimmungsverhalten das Vergütungsniveau nicht unmittelbar beeinflusst, hatte es sich als sehr effektiv dabei erwiesen, für einen hinreichenden Rufschaden oder Empörung in Bezug auf die Profiteure zu sorgen, um eine Wiederholung in der Zukunft zu verhindern.

Stimmrechtsvertretung

Die Abstimmung kann direkt erfolgen, wird aber typischerweise durch auf Stimmrechtsvertretung spezialisierte Unternehmen wahrgenommen, die im Auftrag des Anteileigners abstimmen. Bei der Entscheidung über die anzulegenden Standards orientieren sich viele Anleger an den Grundsätzen des International Corporate Governance Network, die diesbezüglich die „Best Practice" formulieren. In zahlreichen Fällen folgen Investoren auch lokalen Standards und Stewardship Codes wie beispielsweise den mittlerweile in Japan geltenden.13

In Dialog treten, nicht ausschliessen

Engagement

Als Engagement wird das formale Eingehen eines Dialogs mit Unternehmen bezeichnet, die mit einem Aspekt von Nachhaltigkeit in Konflikt stehen, wodurch wahrscheinlich die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und seiner Wertpapiere beeinträchtigt wird.

Solche Probleme können in allen Bereichen des Spektrums Umwelt, Soziales und Governance auftreten. In gravierenden Fällen können alle drei Bereiche betroffen sein, beispielsweise dann, wenn es darum geht, mit dem Einfluss der Aktionäre zu verhindern, dass Kakaoproduzenten Ackerboden übernutzen (Umwelt), dabei Kinderarbeit einsetzen (Soziales) und nur einer unzureichenden Kontrolle des Managements unterliegen (Governance). In zunehmendem Mass betrifft das Engagement auf Unternehmensebene auch den Kampf gegen eine zu langsame Umsetzung internationaler Trends wie der Verringerung der globalen Erwärmung oder der Verbesserung der Cyber Security.

Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen dem Engagement in Bezug auf das Verhalten eines Unternehmens oder auf ein Produkt. Verhaltensweisen können sich oft ändern lassen, doch wenn ein Unternehmen beispielsweise Zigaretten herstellt, wird auch das grösste Engagement es nicht davon abhalten, dies weiter zu tun. Hier wird der Anleger gegebenenfalls einen direkten Ausschluss vornehmen.

Ausschluss

Wo dies möglich ist, bevorzugen viele Anleger es jedoch zunächst, mit den Unternehmen hinsichtlich strittiger Aspekte in Dialog zu treten, bevor sie mit einem Ausschluss drohen. Denn mit einem ausgeschlossenen Unternehmen kann man nicht in einen Dialog treten und seinen Einfluss als Investor bei der Verbesserung des ESG-Profils geltend machen.

Die Beendigung eines Investments birgt ein ähnliches Problem, da die Beteiligung dann von einem unzufriedenen an einen eher bereitwilligen Investor übergeht und das zugrundeliegende Problem fortbesteht. Beispielsweise kann der Verzicht auf Investitionen in Förderer thermischer Kohle ein Portfolio nachhaltiger machen, doch hat es im Hinblick auf die Dekarbonisation insgesamt keine Auswirkungen. Daher haben sich die Bemühungen der Anleger darauf konzentriert, die Hersteller fossiler Brennstoffe dazu zu bewegen, ihr Geschäftsmodell zu ändern und sich Erneuerbaren Energien zuzuwenden.

13. http://icgn.flpbks.com/icgn-global-governance-principles-2017/

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8. Fallstudien

Der Erfolg der Anwendung von Nachhaltigkeitstechniken lässt sich zunehmend daran ablesen, wie diese auf reale Situationen angewendet werden. In diesem Kapitel werden wir Ihnen einige Beispiele aus der Praxis präsentieren, anhand derer Sie Ihren Kunden zeigen können, wie wichtig Nachhaltigkeit in allen Sektoren und Branchen geworden ist.

Da sich die Welt verändert, ist es wichtig, dass Unternehmen mit der Zeit gehen, andernfalls ist ihnen der Untergang sicher. Es gibt jede Menge Unternehmen, die das nicht getan haben. Nehmen wir als Beispiel die Firma Kodak, die den Übergang vom Analogfilm zur digitalen Fotografie verpasst hat.

Zum Glück registrieren Anleger Probleme in punkto Nachhaltigkeit für gewöhnlich rechtzeitig und sprechen diese Probleme bei den Unternehmen an, oft im Rahmen eines formalen Dialogs, der auf eine Bewältigung der Situation abzielt. Im Folgenden stellen wir fünf Fallstudien vor, die verdeutlichen, wie die Anwendung von SI einen entscheidenden Unterschied macht.

Neue Ära im Automobilbau: Einer der Sektoren, der vor den grössten Veränderungen steht, ist die Automobilindustrie. Nicht nur die Pkw-Nutzung verändert sich, sondern auch das Ende des Verbrennungsmotors steht bevor. Da wir nicht auf unsere Autos verzichten werden, bleiben Autohersteller hochattraktive Anlagekandidaten – sie müssen nur mit der Zeit gehen.

Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb

Der Dialog mit der Automobilindustrie hat sich hauptsächlich auf die Herstellung von mehr Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb fokussiert. Dies scheint bereits Wirkung zu zeigen: so sollen im Jahr 2020 10 Prozent der 80-90 Millionen neu zugelassenen Fahrzeuge Elektroautos sein – vor einem Jahrzehnt waren es praktisch null. Parallel dazu wird erwartet, dass der Anteil von Leichtbaumaterialien, aus denen Elektroautos bestehen – die keine schweren Antriebsstränge oder Getriebe benötigen - von 29 Prozent im Jahr 2010 auf 67 Prozent im Jahr 2030 steigen (siehe untenstehende Grafik).

Übergewicht

Zucker ist der neue Tabak: Der Kampf gegen das Übergewicht wird für die Hersteller von Nahrungsmitteln und Getränken zu einer immer grösseren Herausforderung, da Zucker mitunter als „der neue Tabak“ betrachtet wird. Dafür sprechen einige alarmierende Daten. Beispielsweise enthält eine Flasche Chili-Sauce die unglaubliche Anzahl von 49 Zuckerwürfeln. Bei Brausegetränken kann die Menge sogar noch höher sein.

Kampagnen gegen die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie haben mittlerweile viele Hersteller dazu gezwungen, den Zuckergehalt ihrer Produkte drastisch zu senken. 2017 kündigte Coca-Cola Pläne an, wonach bei einer Reihe von Softdrinks überhaupt kein Zucker mehr verwendet werden soll. Viele führende Hersteller bieten mittlerweile zuckerfreie Produkte an und Ampelsymbole lassen den Kaloriengehalt auf den Verpackungen erkennen. Herstellern, die hier nicht mitziehen, droht der Verlust von Marktanteilen an Konkurrenten mit gesünderen Produkten. Der Dialog mit den Unternehmen hat sich darauf konzentriert, sie zu einer Reduzierung des Zuckergehalts zu bewegen, unterstützt von sich verschärfenden Vorschriften in diesem Bereich.

Stranded assets

Den Wandel beschleunigen: Der mögliche Einfluss des Abstimmungsverhaltens hat sich eindrucksvoll in den Jahren 2017 und 2018 gezeigt, als Anleger Anträge auf den Hauptversammlungen von zwei grossen Ölkonzernen einbrachten. Royal Dutch Shell und Exxon Mobil wurde eine Verschleppungstaktik im Hinblick auf mögliche „Stranded Assets “ vorgeworfen – also fossile Brennstoffreserven im Wert von mehreren Billionen Dollar, die nicht mehr genutzt werden können, wenn die Ziele zur Begrenzung der globalen Erwärmung eingehalten werden sollen.

Im Rahmen einer Resolution während der Hauptversammlung wurden die Unternehmen aufgefordert, Stresstests bezüglich der geschäftlichen Auswirkungen durchzuführen, die sich aus der Notwendigkeit zur Einhaltung der Klimaziele ergeben können. Zur Durchsetzung ihrer Forderungen taten sich mehrere Anleger zusammen. Beide Resolutionen wurden anschliessend mit grosser Mehrheit verabschiedet. Entsprechende Stresstests sind mittlerweile gängige Praxis bei grossen Unternehmen, die seit dem Klimaabkommen von Paris von den Aktionären weit kritischer beobachtet werden.

Wenn Arzneimittel nicht wirken: ESG-Analysen haben sich als nützlich bei der Identifikation möglicher Abwärtsrisiken bezüglich der Anleihen eines Pharmaherstellers erwiesen, der sein Budget für Forschung und Entwicklung stark eingeschränkt hatte. Arzneimittelhersteller verwenden gewöhnlich 15-20 Prozent ihrer Erträge auf Forschung und Entwicklung, um einen stetigen Nachschub an neuen Medikamenten sicherzustellen.

Forschung und Entwicklung auf 3-4 Prozent gekürzt hatte, um den kurzfristigen Gewinn zulasten der langfristigen Wertschöpfung zu erhöhen. Das ESG-Research förderte ausserdem überhöhte Vergütungen von Führungskräften, mangelnde interne Kontrollen und enorme Preisanhebungen bei den Medikamenten des Unternehmens zutage. Daraus ergab sich zusammengenommen ein beträchtliches Abwärtsrisiko für die Inhaber der Schuldverschreibungen. Tatsächlich stieg die Rendite der Anleihen des Unternehmens in der Folge gegenüber vergleichbaren Mitbewerbern stark an. Dies war auch eine Bestätigung für das Argument, das nicht nachhaltige Unternehmen mit steigenden Finanzierungskosten zu rechnen haben.

Niedrigere Emissionen

Niedrigere Emissionen = geringere Kosten: Eine Untersuchung von Bergbauunternehmen erbrachte Hinweise darauf, dass sich eine stärker nachhaltige Ausrichtung am Ende auch in finanzieller Hinsicht bezahlt macht – selbst in Branchen, die als umweltschädlich gelten. Im Fokus der Studie stand die Menge des Schutts, der bei der Extraktion von 1 Tonne Erz anfällt. Diese Relation steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Energie- und Wasserintensität der Fördertätigkeit. Sie wird deshalb als Mass für die relative Effizienz des Ressourceneinsatzes genutzt.14

Die Untersuchung ergab, dass Minenunternehmen mit den geringsten Emissionen pro geförderter Rohstoffeinheit auch die niedrigste Kostenbasis aufwiesen. Beides hängt miteinander zusammen, da effizienter arbeitende Minenunternehmen weniger Ressourcen zur Erzielung derselben Fördermenge einsetzen. Damit waren Anleger imstande, die Emissionen pro Produktionseinheit als aussagefähigen Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit eines Minenunternehmens anzusehen. Allerdings sind auch andere ESG-Aspekte für Medienunternehmen von Bedeutung. Dies gilt vor allem für solche, die in den Schwellenländer tätig sind, wo die Arbeitsbedingungen und staatliche Einflussnahme Probleme darstellten.

14. www.robeco.com/en/insights/2017/01/research-shows-link-between-sustainability-and-competitiveness-in-mining.html

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9. Zusammenfassung

Wir können nun zusammenfassen, worum es sich bei Sustainability Investing handelt. Dieses abschliessende Kapitel hebt nochmals die Hauptargumente der vorangegangenen acht Kapitel hervor.

  1. SI wird von den UNPRI definiert als „Ansatz bei der Geldanlage, der auf die Einbeziehung der Faktoren Umwelt, Soziales und Governance (ESG) in die Anlageentscheidungen abzielt, um so Risiken besser zu steuern und nachhaltige, langfristige Anlageerträge zu erzielen.”

  2. Es handelt sich nicht um ein pauschales Gesamtkonzept, und es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“. Allerdings hat sich ein Konsens dahingehend herauskristallisiert, dass es im Wesentlichen drei Ansätze gibt: die Verwendung von Ausschlusskriterien, die breiter angelegte Integration in einer Anlagestrategie oder die Verfolgung des Konzepts Impact Investing.

  3. Die ESG-Integration erfolgt durch systematische Einbeziehung der Bereiche Umwelt, Soziales und Governance in die Investmentanalyse. Dabei ist es jedoch wichtig, sich auf finanziell relevante Aspekte zu konzentrieren – sie haben unmittelbare Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg.

  4. Sustainability Investing ist kein Nischenthema, sondern verknüpft mit einigen der grössten Probleme unserer Zeit. Vier Faktoren begünstigen den Ansatz, von Megatrends wie Klimawandel und neuen Regulierungen bis zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und der Vermögensübertragung an die Millennials.

  5. Zwar nimmt das Interesse an SI zu, doch bestehen diesbezüglich noch einige Irrtümer. Der verbreitetste davon ist die Auffassung, dass SI zu niedrigeren Erträgen führt. Zu den anderen Irrtümern gehört die Vorstellung, dass es dabei nur um Umweltthemen geht oder dass sich nur die Millennials dafür interessieren.

  6. Tatsächlich zeigen Untersuchungen jedoch, dass die Verwendung von Nachhaltigkeitstechniken der Wertentwicklung zugutekommt. Dies ist vor allem deshalb der Fall, weil damit besser begründete Anlageentscheidungen getroffen, zukünftige Risiken sehr gut gesteuert und Chancen identifiziert werden können.

  7. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl der Aktien oder Anleihen, die gekauft werden sollen. Auch die aktive Rolle als Eigentümer ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil von SI. Gemeint ist damit, dass Aktionäre ihre Macht als Kapitalgeber dazu einsetzen, das Verhalten von Unternehmen zu beeinflussen über die Abstimmung über Resolutionen oder durch direkten Dialog mit den Firmen.

  8. Nicht zuletzt lässt sich anhand von Fallstudien zeigen, wie ein theoretisch begründetes Konzept in der Praxis funktioniert. Zu den Unternehmen, die im Zusammenhang mit SI Fortschritte machen, gehören Automobilbauer und Nahrungsmittelhersteller. Gleichzeitig wächst die Fähigkeit von SI, auch Bereiche wie die Ölbranche zu beeinflussen.
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