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Ausrichtung von Multifaktor-Credit-Strategien auf die SDGs

Ausrichtung von Multifaktor-Credit-Strategien auf die SDGs

03-11-2020 | Einblicke
Wir können die neueste Innovation im Rahmen unseres Sustainable Investing-Ansatzes präsentieren. Sie zielt auf bessere risikobereinigte Renditen als der Gesamtmarkt ab und soll gleichzeitig einen positiven Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) leisten.
  • Robbert-Jan 't Hoen
    Robbert-Jan
    't Hoen
    Researcher
  • Patrick  Houweling
    Patrick
    Houweling
    Co-Head of Quant Fixed Income

In aller Kürze

  • Robeco will zu den Zielen der UN für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen
  • Multifaktor-Credit- und High-Yield-Strategien lassen sich in Einklang mit den SDGs bringen
  • Ein SDG-Screening hat die risikobereinigte Wertentwicklung in den letzten Jahren verbessert

Unser Research zeigt, dass Multifaktor-Credit- und High-Yield-Strategien mit den SDGs in Einklang gebracht werden können. Damit knüpfen wir an die wegweisende Arbeit von Robeco bei der Entwicklung von Anlagestrategien mit SDG-Screening an den Credit- und Aktienmärkten an.

Nachfolgend analysieren wir eine Multifaktor-Credit-Strategie, die einen eindeutigen Beitrag zu den SDGs leistet und gleichzeitig weiterhin ihr Hauptziel verfolgt: ein Exposure gegenüber nachgewiesenen Faktoren zu ermöglichen und bessere risikobereinigte Renditen als der Marktindex über einen vollständigen Kreditzyklus abzuwerfen. credit

Weshalb sollten Anleger sich auf die SDGs ausrichten?

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 Ziele mit 169 Unterzielen, die Verbesserungen in der Gesellschaft, bei der ökologischen Nachhaltigkeit und Lebensqualität betreffen. Sie wurden 2015 von der UN publiziert. Sie decken eine große Bandbreite von Nachhaltigkeitsthemen ab, von der Beseitigung des Hungers und des Kampfes gegen den Klimawandel bis hin zur Förderung verantwortungsbewussten Konsums und einer nachhaltigeren Gestaltung der Städte.

Es gibt viele, oft recht intuitive Gründe dafür, weshalb die Berücksichtigung von SDG-Aspekten in einer Anlagestrategie wichtig ist. In einer Weltwirtschaft, die sich zunehmend auf erneuerbare Energien ausrichtet, liegt die Prognose nahe, dass die Geschäftsmodelle von Unternehmen wie Kohleförderern, Ölproduzenten, Erzeugern von Strom aus fossilen Brennstoffen und sogar Autoherstellern, die sich nicht rasch genug auf eine Welt mit Elektrofahrzeugen ausrichten, unter starken Druck geraten werden. Gleichzeitig könnten diejenigen Unternehmen, die Lösungen anbieten, die zur Erreichung der SDGs beitragen, durchaus die künftigen Gewinner sein und damit attraktive Anlagekandidaten.

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SDG-Screening bei Multifaktor-Credit- und Multifaktor-High-Yield-Strategien

Mit 17 Zielen und 169 Unterzielen decken die SDGs eine sehr große Bandbreite an Themen ab. Robeco hat eine umfassende interne Systematik zur SDG-Messung geschaffen, um zu ermitteln, in welchem Umfang Unternehmen zu den SDGs beitragen. Auf Grundlage dieser SDG-bezogenen Analysen, die in SDG-Scores für die einzelnen Unternehmen resultieren, kann Robeco einen Screening des Anlageuniversums für seine Multifaktor-Credit- und High-Yield-Strategien vornehmen, um Unternehmen mit positivem Beitrag zu den SDGs zu identifizieren und solche auszuschließen, die negativ dazu beitragen.

Um zu evaluieren, ob Multifaktor-Credit- und High-Yield-Strategien auf die SDGs ausgerichtet werden können, haben wir untersucht, wie sich der Ausschluss von Unternehmen mit negativem Beitrag zu den SDGs auf die Wertentwicklung unserer globalen Multifaktor-Credit- und Multifaktor-High-Yield-Strategien im Zeitraum von 1994-2019 ausgewirkt hätte. Anders gesagt haben wir eine entsprechende Multifaktor-Credit-Strategie über diesen historischen Zeitraum simuliert und Annahmen hinsichtlich der Unternehmen getroffen, die auf Grundlage ihres Beitrags zu den SDGs in das investierbare Universum einbezogen bzw. aus diesem ausgeschlossen werden.

Wir fanden heraus, dass der Ausschluss von Unternehmen, die negativ zu den SDGs beitragen, nachteilig für die simulierte Wertentwicklung gewesen wäre.1 Somit hätte sich die Strategie besser entwickelt, wenn es nicht zu Ausschlüssen mit Bezug auf die SDGs gekommen wäre. Aus risikobereinigte Sicht dagegen fiel der Effekt jedoch geringer aus, da sich nicht nur der Ertrag verringerte, sondern auch die Volatilität zurückging.

Für die niedrigere Wertentwicklung gibt es zwei wahrscheinliche Erklärungen. Erstens haben unsere Annahmen beim SDG-Screening das Anlageuniversum um rund 20 % verringert. Dadurch verringert sich die Selektionsfähigkeit des Multifaktor-Modells; eine geringere Breite der Anlagen führt gemäß dem Fundamentalen Gesetz des aktiven Managements zu einer niedrigeren erwarten Outperformance.2 Zweitens wurde zu Beginn des Simulationszeitraums den Auswirkungen von Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit und unsere Lebensqualität weniger Beachtung geschenkt. Tatsächlich profitierten einige der ausgeschlossenen Unternehmen sogar vom Engagement in Aktivitäten, die heute unter SDG-Perspektive als negativ gesehen würden.

Die Simulation des Effekts eines SDG-Screenings seit der Verabschiedung der SDGs im Jahr 2015 fördert interessante Ergebnisse zutage. Wichtig ist, dass sich die risikobereinigte Wertentwicklung über diesen Zeitraum verbessert hat, vor allem aufgrund eines ausgeprägteren Rückgangs der Volatilität. Obwohl der Zeitraum nur fünf Jahren umfasst, deutet dies darauf hin, dass die Erzielung attraktiver risikobereinigter Renditen und eine Ausrichtung unserer Strategien auf die SDGs nicht miteinander in Konflikt stehen müssen.

Fazit

Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass das Herausfiltern von Unternehmen in Sektoren mit negativem Beitrag zu den SDGs eine effektive Methode zur Erhöhung des SDG-Scores des Portfolios ist. Das Ausmaß des Effekts auf die historische Wertentwicklung hängt davon ab, wie weit man zurückschaut. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums erbrachte eine Ausrichtung der Anlagen weg von Unternehmen in Sektoren mit negativen SDG-Scores keinen eindeutigen Nutzen im Hinblick auf das Risiko/Ertrags-Profil. In jüngerer Zeit dagegen verbesserte sich durch einen solchen Ansatz die risikobereinigte Wertentwicklung der Multifaktor-Strategien.

Für Kunden, die mit ihren Credit-Investments einen Beitrag zu den SDGs leisten möchten, können wir unsere Multifaktor-Credit, und Multifaktor-High-Yield-Strategien in einem Anlageuniversum umsetzen, bei dem ein SDG-Screening erfolgt ist. Bei unseren Analysen haben wir uns aufgrund fehlender historischer SDG-Scores für Einzelunternehmen für die Verwendung von SDG-Scores auf Sektorebene entschlossen. Dagegen würden wir bei einem SDG-Screening in der Praxis stattdessen unternehmensbezogene Scores verwenden, da sie die Auswirkungen eines Unternehmens auf die SDGs genauer messen. Damit können wir das Exposure eines Portfolios gegenüber Risiken im Hinblick auf die SDGs wirksamer reduzieren.

1 Die Daten und zugehörigen Analysen finden sich im vollständigen Report
2 Grinold & Kahn, 1995, Active Portfolio Management: Quantitative Theory and Applications.

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