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Verbrauchertrends in 2019: intelligente Lautsprecher, Indien und zunehmendes Gesundheitsbewusstsein

Verbrauchertrends in 2019: intelligente Lautsprecher, Indien und zunehmendes Gesundheitsbewusstsein

04-02-2019 | Einblicke
Vorsichtig Kurs halten? Während Anleger die Aussichten für die Weltwirtschaft in 2019 neu beurteilen, überlegen die Trend-Investoren Jack Neele und Richard Speetjens, wie sich in langfristigen, zugrunde liegenden Trends die veränderte Kaufkraft und die veränderten Vorlieben der Verbraucher weiter widerspiegeln.
  • Jack  Neele
    Jack
    Neele
    Portfolio Manager
  • Richard  Speetjens
    Richard
    Speetjens
    Portfolio Manager Robeco Global Consumer Trends

In aller Kürze

  • Der „digitale Verbraucher“ wendet sich sprachgesteuerten Geräten zu
  • Die in Indien entstehenden Konsumgütermärkte bieten attraktives Wachstum
  • Starke Marken: Gesundheit und Wellness stehen zunehmend im Vordergrund

Der „digitale Verbraucher“: Gefragt sind jetzt intelligente Lautsprecher

Während sich einige kurzfristig orientierte Anleger im vierten Quartal von der Verkaufswelle im IT-Sektor und bei Wachstumsaktien im Allgemeinen haben erschrecken lassen, sehen längerfristig orientierte Anleger in dem niedrigeren Bewertungsniveau eine günstige Gelegenheit, Positionen in den von ihnen bevorzugten Aktien aufzustocken. Robecos Trend-Investing-Team konzentriert sich deshalb auf Technologie-Unternehmen, die auf die enorme Verbrauchernachfrage nach sprachgesteuerten Geräten setzen.

Intelligente Lautsprecher wie Google Home und Alexa von Amazon sind ein wichtiger Bestandteil des Internets der Dinge, das im Haus vorhandene Geräte wie intelligente Fernseher, Kühlschränke, Heizkörperthermostate und Haussicherheitssysteme verbindet. Sprachsteuerung ist der neueste Schritt auf dem Weg, die Nutzung von Technologiesystemen zu erleichtern. Denn sie ist einfacher, schneller und intuitiver als das Tippen auf einer Tastatur.

Bei den Verbrauchern findet diese neue Technologie rasche Verbreitung. In den USA besitzen mittlerweile ca. 25 % der Haushalte mindestens einen intelligenten Lautsprecher, und Neele und Speetjens rechnen damit, dass dieser Trend angeführt von den englischsprachigen Märkten auch in anderen Ländern an Dynamik zunehmen wird. In absehbarer Zeit erwarten sie in anderen Ländern eine ähnlich starke Verbreitung wie in den USA. Chinesische Plattformen bilden die Technologie bereits nach, um das hier bestehende Wachstumspotenzial zu nutzen. In Unternehmen zu investieren, die sprachgesteuerte Technologien ermöglichen, ist nicht ohne Risiko. Zu berücksichtigen sind dabei regulatorische Faktoren wie die Verschärfung einschlägiger Vorschriften in der EU und die auf Umsatzerlöse erhobene Digitalsteuer.

Für Neele und Speetjens ist klar, dass die Aufsichtsbehörden laufend überprüfen werden, wie die großen Anbieter mit Informationen umgehen, die von Geräten wie z. B. dauernd eingeschalteten intelligenten Lautsprechern gesammelt werden. Um das Wachstumspotenzial voll auszuschöpfen, müssen Unternehmen deshalb ihre Investitionsausgaben in Bereichen wie der Datensicherheit aufrechterhalten und in einigen Fällen erhöhen. Doch ungeachtet der Anstrengungen, die Datennutzung stärker zu regulieren, halten Neele und Speetjens die Wachstumsstory hinter sprachgesteuerten Technologien nach wie vor für überzeugend.

Verbraucher in den Schwellenländern: Indien steigt in der Gunst, während sich Chinas Wachstum verlangsamt

Trotz der Wachstumsverlangsamung in China geht von Verbrauchern in den Schwellenländern nach Überzeugung der beiden Robeco-Manager enormes Wachstumspotenzial aus. In den letzten zehn Jahren war China die große Wachstumsstory. Inzwischen sind die Konsumgütermärkte des Landes wesentlich weiter entwickelt und durch intensiven Wettbewerb geprägt. Neele und Speetjens richten ihren Blick deshalb zunehmend auf das Wachstum der Konsumgütermärkte in Indien.

Der Subkontinent, der China in Bezug auf Urbanisierung und Konsumfreudigkeit vielleicht zehn Jahre hinterherhinkt, hat nach Überzeugung der beiden Anlageexperten inzwischen auch dank seines raschen Bevölkerungswachstums hervorragende Aussichten zu bieten, während Chinas Bevölkerung kaum noch zunimmt. Viele der in den letzten zehn Jahren in China beobachteten Entwicklungen zeigen sich jetzt in Indien – angetrieben durch Faktoren wie die Verstädterung und die rasant steigende Verbrauchernachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und nach Gütern des täglichen Bedarfs. Einzelhandelskanäle hingegen entwickeln sich zunehmend zum Massenmarkt.

Neele und Speetjens haben deshalb Positionen in ähnlichen Unternehmen aufgebaut wie denen, deren Aktien ihr Team vor zehn Jahren in China erworben hat. Dazu gehören solche mit einzigartigen und effizienten Vertriebskanälen, Branchenführer in Bereichen wie Supermärkten und insbesondere Nahrungsmittelproduzenten (wie z. B. Keksfabriken). Unternehmen mit starker Präsenz, bspw. in Form zahlreicher Ladengeschäfte in den Haupteinkaufsstraßen und/oder einer beherrschenden Stellung im Online-Handel, finden ebenfalls ihre Aufmerksamkeit.

Auch wenn in Chinas Konsumgütermärkten ein harter Wettbewerb herrscht, sind sich die beiden Fondsmanager von Robeco einig, dass China nach wie vor ein riesiger Markt mit einigen interessanten Gelegenheiten ist, auch wenn diese heute seltener sind. Indien befindet sich in einer früheren Wachstumsphase – ein Faktor, der mit größeren Risiken, aber auch größeren Chancen verbunden sein kann. Während China dabei ist, den Schwerpunkt seiner Wirtschaft vom Export in Richtung des rasch wachsenden Binnenkonsums zu verlagern, ist Indien nach wie vor eine stärker nach innen ausgerichtete Volkswirtschaft mit relativ hohem Binnenkonsum. Das ist ein Faktor, der angesichts der wachsenden Schicht inländischer Konsumenten das Wachstumspotenzial unterstreicht.

Starke Marken zählen für die zunehmend gesundheitsbewussten Verbraucher

Neele und Speetjens haben Positionen in Unternehmen aufgebaut, die auf den langfristigen Trend zu größerem Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher setzen. Man denke nur an die große Beliebtheit von gesundheitsorientierten Smartwatches wie z. B. FitBits oder das zunehmende Interesse der Verbraucher an der Zusammensetzung und Herkunft ihrer Nahrungsmittel.

Auch wenn dieser Trend nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt ist, sind es vor allem junge Leute, die heute mehr auf die Zutaten und Zusammensetzung ihrer Nahrungsmittel achten. Und sie sind bereit, für natürlicher und unter Beachtung ethischer Kriterien hergestellte und/oder biologisch angebaute Lebensmittel, die bestimmte Anforderungen an die Ernährung erfüllen, mehr Geld auszugeben. Neben spezialisierten Nahrungsmittelherstellern, die direkt an gesundheitsbewusste Verbraucher verkaufen, können sich Anlagechancen auch bei auf bestimmte Zutaten spezialisierten Zulieferern größerer Nahrungsmittelkonzerne ergeben.

Allerdings wird es immer schwieriger, Anbieter zu finden, die den Vorgaben von Robecos Trend-Investing-Team entsprechen, weil die größten Nahrungsmittelkonzerne, denen der zunehmende Trend zu Gesundheitsbewusstsein und Wellness unter den Verbrauchern nicht entgangen ist, Fusionen und Übernahmen durchführen. Zum Beispiel hat der französische Nahrungsmittelgigant Danone das US-Unternehmen WhiteWave Foods, das ökologisch hergestellte Milchprodukte und pflanzliche Milchersatzprodukte anbietet, übernommen, um den sich ändernden Vorlieben der Verbraucher Rechnung zu tragen.

Beurteilung des Bewertungsniveaus im Kontext zugrunde liegender Wachstumstrends

Durch die Verkaufswelle im vierten Quartal sind die Marktrenditen für das Kalenderjahr 2018 in den negativen Bereich abgerutscht. Dennoch hat der Fonds eine gute relative Performance, und die Gewinne der Unternehmen, in die Neele und Speetjens investiert haben, wachsen weiter zweistellig. Das Bewertungsniveau liegt jetzt wieder am unteren Rand unserer längerfristigen Bandbreite, was die betreffenden Aktien attraktiver macht – auch wenn man bei der Betrachtung drei bis vier Jahre zurückgeht.

Deshalb ist für die Aktien, die Neele und Speetjens gefallen, das voraussichtliche Verhältnis von Gewinnwachstum zu Bewertungskennzahlen besser geworden. Und dies ist für die Fondsmanager Grund, in Bezug auf ihre potenziellen Renditen optimistisch zu sein. Was die Zukunft angeht, sind Neele und Speetjens bereit, über kurzfristige Marktschwankungen hinauszublicken; denn ihr Ziel ist es, von starken zugrunde liegenden Wachstumstrends an den Konsumgütermärkten zu profitieren.

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