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FinTech-Fonds feiert ersten Geburtstag mit Outperformance

FinTech-Fonds feiert ersten Geburtstag mit Outperformance

14-12-2018 | Einblicke

Der wachsende Trend zu bargeldlosem Bezahlen bringt Robecos Global FinTech Equities-Fonds echtes Geld ein.

  • Patrick  Lemmens
    Patrick
    Lemmens
    Portfolio Manager Global FinTech Equities

In aller Kürze

  • Der Fonds übertrifft die Rendite seines Referenzindex in den ersten elf Monaten dieses Jahres um 10,5 Prozent
  • Im Mittelpunkt der Strategie stehen „Gewinner“, „Wegbereiter“ und „Herausforderer“
  • Der Übergang zu bargeldlosem Bezahlen schafft einen bedeutenden Wachstumsmarkt

Der Fonds feiert seinen ersten Geburtstag trotz starker Marktturbulenzen in den letzten Monaten mit einer deutlich besseren Performance als sein Referenzindex. Von Jahresbeginn bis Ende November 2018 erzielte er eine Rendite von 14,76 Prozent, verglichen mit der Rendite seines Referenzindex, des MSCI All Country World Index, von 4,28 Prozent (nach Abzug von Gebühren). Mit dieser Mehrrendite von 10,49 Prozent gehört der Global FinTech Equities in diesem Jahr zu den Fonds mit der besten Performance. Der Erfolg des Fonds ist hauptsächlich der sorgfältigen Einzeltitelauswahl durch die beiden Portfoliomanager, Patrick Lemmens, zu verdanken, die durch Robecos Team für trend- und themenorientiertes Investieren unterstützt werden. Der Global FinTech Equities-Fonds zielt auf das „Finanztechnologie“-Investmentuniversum ab, das digitale Systeme und elektronische Zahlungsverfahren umfasst.1

Drei Kategorien von Unternehmen stehen dabei im Fokus: „Gewinner“, die unter ihren Mitbewerbern herausragen; „Wegbereiter“, die die Finanzbranche bei der Entwicklung und Umsetzung von Technologielösungen unterstützen; und „Herausforderer“, die das Potential haben, in Zukunft zu Gewinnern zu werden. Die Zusammensetzung des Fonds hat sich im ersten Jahr seit seiner Auflegung verändert (weniger Herausforderer und mehr Gewinner). Aber an der zentralen FinTech-Wachstumsstory hat sich trotz der Marktturbulenzen und der damit oft einhergehenden Volatilität nichts geändert.

„Das Thema ist stärker in den Vordergrund getreten, und eine größere Zahl von Finanzinstituten spricht darüber“, sagt Lemmens. „Mit dem Ergebnis, dass Anleger in diesem Jahr mehr Mittel in das FinTech-Thema investiert haben als je zuvor. Das FinTech-Universum wird größer. Die Performance kann sich sehen lassen, und das verwaltete Vermögen hat deutlich zugenommen.“ Bereits nach einem Jahr verwaltet der Fonds für seine Anleger ein Gesamtvermögen von 672 Mio. EUR.

Robeco Global Fintech Equities Fund
Robeco Global Fintech Equities Fund

“feiert ersten Geburtstag mit Outperformance”
Dezember 2018

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Vom Zahlungsverkehr profitieren

Traditionell macht der Zahlungsverkehr einen großen Teil des FinTech-Universums aus, und das Interesse daran nimmt zu“, stellt Lemmens fest. „Zu Beginn des Jahres hielten wir eine recht umfangreiche Position von 25 Prozent in Zahlungsverkehrsunternehmen. Unser Investmentprozess führt aber dazu, dass wir Positionen reduzieren, wenn das Bewertungsniveau steigt und die betreffenden Aktien an Attraktivität verlieren. Deshalb haben wir unsere Position allmählich auf 15 Prozent reduziert, was sich in den durch hohe Volatilität geprägten Monaten September, Oktober und November als vorteilhaft erwiesen hat.“

„Beim Übergang von der Barzahlung zur Kartenzahlung und zu elektronischen Bezahlverfahren gibt es in den Industrieländern immer noch Wachstum. Stärker ist dieses aber in Asien, wo auch die Ausgaben insgesamt stärker steigen. In traditionellen Märkten wie Großbritannien und den USA hinken die Banken deutlich hinterher, was die Informationstechnologie angeht. Und sie müssen hier viel mehr investieren.“

„Ein Systemwechsel kann sich für die Banken jedoch als schwierig erweisen, weil ihre Systeme so alt sind. Die meisten großen Technologie-Unternehmen ersetzen ihre zentralen Systeme alle sieben Jahre. Doch es gibt Banken, die noch mit 40 Jahre alten Systemen arbeiten. Offensichtlich besteht hier Veränderungsbedarf, der freilich mit hohen Kosten verbunden ist.“

Marktturbulenzen überwinden

Das größte Problem für den Fonds waren bisher die in den letzten Monaten an den Aktienmärkten zu beobachtenden Turbulenzen. „Wir hatten von Anfang an gesagt, dass es mit dem Fonds wahrscheinlich ebenfalls abwärts gehen wird, wenn der Technologiesektor auf Talfahrt geht“, sagt Lemmens. „Hier zeigt sich der Mehrwert von aktivem Fondsmanagement. Passive Fonds werden von einer Verkaufswelle voll erfasst. Dagegen können wir uns fragen, ob die Dynamik noch stimmt und ob wir unsere Positionen verlagern und unsere Aktienengagements im Bereich Zahlungsverkehr reduzieren und im Segment Cyber-Sicherheit, Software oder in anderen Segmenten erhöhen sollten. Damit unterscheiden wir uns von passiven Fonds mit ihren statischen Portfolios.“

Auf der Suche nach den Gewinnern

„Wir werden uns immer die Fundamentaldaten ansehen: Hat sich die Story geändert? Gehört ein Unternehmen immer noch zu den Gewinnern? Falls ja, werden wir seine Aktien behalten und unsere Position vielleicht sogar aufstocken“, erklärt Lemmens. „Anleger halten sich in volatilen Phasen etwas zurück. Im Lauf der Zeit kann eine solche Phase aber interessante Möglichkeiten bieten, in eine nach unserer Überzeugung immer noch sehr solide, langfristige Wachstumsstory einzusteigen.“

„Deshalb entstehen durch die Verkaufswelle günstige Kaufgelegenheiten, weil man dasselbe Wachstum zu einem günstigeren Preis bekommt. Wir sehen, dass die Fundamentaldaten so gut sind wie zuvor, und haben keinen Grund anzunehmen, dass die von uns zu Beginn des Jahres formulierten Trends oder zentralen Überzeugungen nicht stimmen. Wir sehen das nicht. Alles ist nach wie vor intakt.“

Aufbau eines ausgewogenen Portfolios

Eine Möglichkeit, den heftigsten Turbulenzen aus dem Weg zu gehen, ist ein sorgfältig zusammengestelltes, ausgewogenes und diversifiziertes Portfolio. „Manchmal werden wir von Anlegern gefragt, ob es überhaupt genügend Unternehmen gibt, in die man investieren kann. Wir zeigen ihnen dann, wie wir mit einer Mischung aus Gewinnern, Wegbereitern und Herausforderern ein aus 60 bis 70 Einzelpositionen bestehendes, ausgewogenes Portfolio zusammenstellen, wobei jede Position 1-3 Prozent des Portfolios ausmacht“, sagt Lemmens.

„Wir haben Zahlungsverkehrsunternehmen aus allen Teilen der Welt im Portfolio, würden das Gewicht von 17 Prozent aber nicht je zur Hälfte auf zwei sehr starke Zahlungsverkehrsunternehmen aufteilen. Denn wenn eines davon Opfer eines Hackerangriffs wird, wäre das ein riesiges Problem für das Portfolio. Wir bevorzugen eine Aufteilung auf zehn Unternehmen, die alle von dem Übergang zu bargeldlosem Bezahlen profitieren können. Und deshalb sind wir fest davon überzeugt, dass es sich bezahlt macht, ein diversifiziertes und ausgewogenes Portfolio zu haben.“

Ein Blick auf Large-Cap-Aktien

Beide Portfoliomanager widersprechen der Vorstellung, alle FinTech-Anbieter seien kleine Unternehmen, die erst noch die Gewinnzone erreichen müssen. Oft wird dabei an Start-ups gedacht, die in irgendeiner Dachkammer arbeiten. „Wir befassen uns mit FinTech-Unternehmen erst nach ihrer Börseneinführung, d. h., wenn der Weg zur Gewinnerzielung klar erkennbar ist“, betont Lemmens.

„Wir investieren nur in Unternehmen, die entweder bereits Gewinne erwirtschaften oder bei denen klar erkennbar ist, wie sie in den nächsten 12 Monaten die Gewinnschwelle erreichen werden. In dem für Herausforderer reservierten Segment des Portfolios gibt es etwas jüngere, weniger stabile Unternehmen, die einen größeren Teil ihrer Umsatzerlöse investieren. Diese Unternehmen machen i. d. R. 15 bis 25 Prozent des Portfolios aus. Aktuell sind es 17 Prozent.“

Mit Fusionen Geld verdienen

Ein Trend im Technologie-Sektor, bei dem die Aktienkurse deutlich gestiegen, statt gefallen sind, sind in diesem Jahr Fusionen und Übernahmen. „Hier hat es eine ganze Reihe von Transaktionen gegeben – hauptsächlich Übernahmen eines Zahlungsverkehrsunternehmens durch ein anderes im Zuge der anhaltenden Konsolidierung in diesem Sektor“, sagt Lemmens. „Es hat uns auch nicht überrascht, dass Technologie-Unternehmen andere Technologie-Unternehmen gekauft haben, um Skaleneffekte zu nutzen und ihre Kapazitäten zu erweitern.“

„Was uns aber überrascht hat, ist, dass Private Equity-Gesellschaften in diesem Jahr auf den Plan getreten sind. Und das tun sie nur, wenn sie überzeugt sind, ihr ursprünglich investiertes Geld verdoppeln zu können“, meint Lemmens. „Sie haben in unserem Portfolio enthaltene Unternehmen mit einem Preisaufschlag von mehr als 30 Prozent gekauft. Und wenn wir eine Rendite, die wir sonst in zwei Jahren erzielen, an einem Tag bekommen, dann machen wir das natürlich! Insgesamt hat es in diesem Jahr sechs Private-Equity-Käufe und zwei sonstige Akquisitionen im Portfolio gegeben.“

Den Trends folgen

Nach einem erfolgreichen ersten Jahr stellt sich die Frage, was 2019 bringen wird. „Unsere Begeisterung ist größer und nicht kleiner geworden“, stellt Lemmens klar. „Wir sind von den Trends, die wir beobachten, überzeugter, und auch in Bezug auf das Bewertungsniveau sind wir sehr optimistisch und positiv, was das zukünftige Potenzial angeht. Durch die Verkaufswelle sind die Aktienkurse in diesem Jahr stärker gefallen, als das Wachstum abgenommen hat. Und deshalb kann man jetzt günstiger einsteigen als bei Auflegung des Fonds.“

„Die zentrale Botschaft ist natürlich, dass es hier um einen langfristigen Trend geht“, fügt Lemmens hinzu. „Das ist kein Hype, der nächstes Jahr vorbei sein wird. Denn ein Hype hat keine Substanz. Wenn man aber die zugrunde liegenden Gewinne und das Wachstum von FinTech-Unternehmen sieht, und wenn man sieht, dass es sich dabei um wirkliche Unternehmen handelt, dann ist das kein Hype. Es ist ein langfristig angelegtes Thema, das allerdings auch mit viel Volatilität einhergeht. Es kann also sein, dass das nächste Jahr für den Technologie-Sektor im Allgemeinen schwieriger wird. Das bedeutet aber nicht, dass der FinTech-Trend vorbei ist; denn die Grundüberzeugungen sind nach wie vor intakt.“

1 Die obenstehenden Performance Zahlen beziehen sich auf die EUR D Anteilsklasse des Robeco Global Fintech Equities Fonds. Der Wert Ihrer Investitionen kann variieren. Vergangene Resultate sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Tatsächlich werden auch Management Gebühren und andere Kosten anfallen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die ausgewiesene Rendite. Alle Daten per 30. November 2018.

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