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Das Ende der Ära des billigen Geldes

Das Ende der Ära des billigen Geldes

21-08-2018 | Einblicke

Zum ersten Mal seit 2009 liegen alle großen Zentralbanken auf einer Linie: Mit den Anleiherenditen kann es nur aufwärts gehen! Sogar die japanische Notenbank hat jetzt beschlossen, den Korridor, in dem sich die Anleiherenditen bewegen dürfen, nach oben zu verschieben, und damit ihre Bereitschaft signalisiert, die Zinsen steigen zu lassen.

  • Johan Duyvesteyn
    Johan
    Duyvesteyn
    Senior Quantitative Researcher and Portfolio Manager
  • Olaf  Penninga
    Olaf
    Penninga
    Portfolio Manager

In aller Kürze

  • Die Geldpolitik der großen Zentralbanken konvergiert allmählich
  • Die Anleiherenditen könnten steigen und die Marktvolatilität zunehmen
  • Aktives Durationsmanagement bietet Absicherung in einem Umfeld mit steigenden Anleiherenditen und zunehmender Volatilität
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Auch wenn die Notenbankchefs es nicht gerade von den Dächern pfeifen, ist die Botschaft klar: Sie werden die Zinssätze allmählich anheben und den Rentenmärkten weltweit mehr Bewegungsspielraum lassen. Deshalb wird es für Anleiheinhaber wichtiger und möglicherweise auch lukrativer, ihr Zinsänderungsrisiko aktiv zu steuern. Robecos QI Global Dynamic Duration-Strategie zielt darauf ab, Renditeveränderungen zu nutzen, und sie ist gut aufgestellt, um bei den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen eine attraktive Performance zu erreichen.

Ein kleiner Schritt für Japans Notenbank ...

Die japanische Notenbank (BoJ) hat in den letzten Jahren extremere geldpolitische Maßnahmen umgesetzt als irgendeine andere Notenbank. Sie hat nicht nur negative Zinssätze eingeführt und riesige Mengen eigener Staatsschuldpapiere aufgekauft, sodass ihr über 40 % aller in Umlauf befindlichen japanischen Staatsanleihen gehören. Sie hat auch eine Zielmarke von 0 % für die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen vorgegeben und dafür gesorgt, dass sich die Renditen davon nicht weiter als 10 Basispunkte entfernen. Die BoJ lockert jetzt die zuletzt genannte Maßnahme, und sie hat auf ihrer letzten Sitzung beschlossen, einen allmählichen Renditeanstieg zuzulassen. Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte BoJ-Präsident Kuroda, dass der Zielkorridor für die Renditen verdoppelt würde. Doch nur zwei Tage später zeigte sich, dass die BoJ mit ihren Taten zurückhaltender ist als mit ihren Worten: Sie intervenierte, bevor die Renditen auf zehnjährige Papiere 0,2 % erreichten, und kaufte im Rahmen einer außerplanmäßigen Transaktion für 400 Mrd. JPY (ca. 3 Mrd. EUR) zehnjährige Anleihen, nachdem sich die Renditen geringfügig auf 0,14 % erhöht hatten.

... aber ein riesiger Sprung für die Rentenmärkte

Auch wenn es die BoJ langsam angehen lässt und nur einen sehr allmählichen Anstieg der Anleiherenditen erlaubt, bedeutet dieser Schritt, dass die Geldpolitik aller großen Notenbanken jetzt in dieselbe Richtung geht: Die US-Notenbank Fed hebt ihre Leitzinsen an und verringert ihre Bilanzsumme; die Bank of England hat gerade erneut ihre Leitzinsen erhöht; und die EZB lässt ihr Anleihekaufprogramm ausklingen und signalisiert, dass sie die Zinssätze wahrscheinlich im dritten Quartal nächsten Jahres erhöhen wird. Die Rentenmärkte werden nun weltweit mit höheren Geldmarktzinsen und damit zurechtkommen müssen, dass die Notenbanken insgesamt ihre Anleihebestände eher reduzieren als aufstocken. Zudem machen höhere japanische Anleiherenditen ausländische Anleihen für japanische Anleger weniger attraktiv, und die daraus möglicherweise resultierende geringere Nachfrage könnte auch bei Staatsanleihen aus der Eurozone zu höheren Renditen führen. US-Anleihen sind für japanische Anleger bereits unattraktiv, weil sich durch die Zinserhöhungen der Fed die Kosten der Währungsabsicherung erhöht haben. Deshalb verringern japanische Anleger ihre Bestände an US-Staatsanleihen.

Die Durationsstrategie erzielt bei steigenden Renditen eine gute Performance – vor allem, wenn auch die Volatilität zunimmt

Da jetzt alle großen Notenbanken auf eine strengere Geldpolitik zusteuern, steigen die Anleiherenditen insbesondere in den USA, und man kann damit rechnen, dass die Rentenmärkte volatiler werden. Die Robeco QI Global Dynamic Duration-Strategie kann durch Reduzierung ihrer Zinsempfindlichkeit eine Absicherung gegen steigende Anleiherenditen bieten. Sie kann bei deutlicheren Veränderungen der Anleiherenditen – gleich, in welche Richtung – für Mehrwert sorgen. Der Grund dafür ist, dass diese Strategie ein aktives Timing ihrer Rentenmarkt-Engagements vornimmt. Wenn nicht erkennbar ist, in welche Richtung sich die Renditen bewegen, gibt es für den Fonds weniger Möglichkeiten, Mehrwert zu generieren, da er in Abhängigkeit von den Marktbedingungen seine Zinsempfindlichkeit (Duration) verringert oder erhöht. Dies macht die Dynamic Duration-Strategie zu einer effektiven Lösung für Anleger, die den Wert ihrer Staatsanleihe-Portfolios in einem Umfeld erhalten wollen, in dem sie mit der zweifachen Herausforderung höherer Volatilität und steigender Zinsen konfrontiert werden dürften.

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