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Fokus auf Bergbau und Palmöl im Active Ownership-Report für das 1. Quartal

Fokus auf Bergbau und Palmöl im Active Ownership-Report für das 1. Quartal

29-04-2022 | Report zu Active Ownership

Der Ansatz von Robeco beim Umgang mit umstrittenem Verhalten von Unternehmen ist das Hauptthema im Report des Active Ownership-Teams für das erste Quartal.

  • Carola van Lamoen
    Carola
    van Lamoen
    Head of Sustainable Investing

Zusammenfassung

  • Report zum neuen Ansatz des Controversial Behavior Committees
  • Updates zum Dialog mit der Palmölbranche und der Bergbauindustrie
  • Erfolg bei der Verbesserung der Stimmrechtsvertretung in Brasilien

Das Engagement in Bezug auf umstrittenes Verhalten zielt auf die Korrektur von Aktivitäten ab, die gegen internationale Standards verstoßen. Als letztes Mittel kommen Desinvestition und Ausschluss aus den Portfolios zum Einsatz. Doch wie definiert man Verhalten, das den Leitlinien zur nachhaltigen Geldanlage und Best-Practice zuwiderläuft?

Im vergangenen Jahr hat Robeco seinen Ansatz in Bezug auf den Umgang mit umstrittenem Verhalten von Unternehmen in seinen Portfolios verfeinert. Im ersten Bericht stellt uns Yumi Fujita, der neue Spezialist von Robeco für kontroverses Unternehmensverhalten, den überarbeiteten Prozess vor. Dabei geht er auf das neue Controversial Behavior Committee ein sowie auf unseren strukturierten Ansatz zur Evaluierung und Nachverfolgung von Verstößen von Unternehmen gegen internationale Normen.

Ein Bereich, in dem es sicherlich Raum für Verbesserungen gab, ist die Palmölindustrie. Im Vordergrund stehen dabei die Abholzung von Wäldern für neue Plantagen sowie unzureichende Arbeitspraktiken. Nachdem das verstärkte Engagement von Robeco im Bereich Palmöl im Jahr 2021 zuendegegangen war, beginnt ein neuer dreijähriger Zyklus verstärkten Engagements. Peter van der Werf geht auf bisherige Erfolge ein und erläutert die Ideen hinter unserem neuen gemeinsam mit dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) verfolgten Ziel von 80 % Zertifizierung. Außerdem spricht er künftige Herausforderungen an.

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Hohe Kosten des Bergbaus

Ein weiterer Bereich, der mit Umweltproblemen zu kämpfen hat, ist der Bergbausektor. Die Gewinnung von Mineralien ist zwar der Schlüssel für die Zukunft umweltfreundlicher Technologien, doch kann sie mit hohen Kosten im Hinblick auf die Biodiversität und das lokale Umfeld verbunden sein. Sylvia van Waveren erklärt die Bedeutung der Integration von Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus einer Mine – nicht nur während der Nutzungsdauer, sondern auch wenn sie erschöpft ist.

Neben Engagement ist die Stimmabgabe ein effektives Mittel zur Äußerung von Bedenken. Carolina Vergroesen und Lucas van Beek geben einen Einblick in das gemeinsame Engagement von Robeco mit der Börse und der Aufsicht in Brasilien. Im Rahmen umfangreicher Bemühungen hat sich das Proxy Voting-Team von Robeco mit der brasilianischen Stewardship Association zusammengetan, um das komplexe Verfahren in Brasilien zur Stimmrechtsvertretung zu verbessern. Dieses Engagement zeigt bereits erste Ergebnisse.

Ein verbesserter Ansatz

„In diesem Report wollen wir Ihnen einen besonderen Einblick darin gewähren, wie Robeco Unternehmen mit umstrittenen Verhalten analysiert, und unseren optimierten Ansatz beim Controversy Engagement erläutern“, sagt Carola van Lamoen, Head of Sustainable Investing.

„Der neueste Bericht des UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) beleuchtet, wie die natürlichen Ökosysteme und die Biodiversität im Zuge des fortschreitenden Klimawandels immer stärker gefährdet werden. In diesem Kontext wollen wir auf unseren anhaltenden Dialog mit der Palmölbranche eingehen. Wir sind inzwischen in einen ehrgeizigen neuen dreijährigen Engagement-Zyklus eingetreten. Dabei drängen wir die Unternehmen, bis Ende 2024 einen RSPO-Zertifizierungsgrad von mindestens 80 % zu erreichen.“

Schließung von Offenlegungslücken

„Eng verknüpft mit dem Thema Biodiversität tritt unser Lifecycle Management of Mining-Programm in das letzte Jahr des Engagements ein. Dabei sprechen wir nicht nur die Risiken in Bezug auf Wasser und Absetzbecken an, sondern drängen vermehrt auch auf eine angemessene Planung für die Zeit nach Schließung einer Mine. Das Engagement zielt darauf ab, Unternehmen dazu zu motivieren, über das Management ihrer Minen am Ende des Lebenszyklus nachzudenken und die beträchtliche Offenlegungslücke zu schließen, die derzeit im Hinblick auf die Risikomanagementprozesse besteht.“

„Nicht zuletzt freut es uns, die Ergebnisse unseres Dialogs mit der brasilianischen Börse vorstellen zu können. Dabei geht es um die Schaffung eines besseren Prozesses zur Stimmrechtsvertretung. Das System zur Stimmrechtsvertretung in Brasilien ist für internationale Investoren seit langem ein Ärgernis. Es begrenzt nämlich die Möglichkeiten von Anlegern, die Ernennung von Direktoren infrage zu stellen und sich zu kurzfristigen Ergänzungen der Tagesordnung zu äußern.“

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