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Beseitigung von PFAS eröffnet neue Chancen für Anlagen im Wassersektor

Beseitigung von PFAS eröffnet neue Chancen für Anlagen im Wassersektor

03-06-2021 | Einblicke
  • Jindapa Wanner-Thavornsuk
    Jindapa
    Wanner-Thavornsuk
    Equity Analyst

In aller Kürze

  • Einige PFAS sind verboten worden, andere werden noch in der Industrie und in Konsumgütern verwendet
  • Die Forschung untersucht noch die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt
  • Regulatorische Vorschriften und Reinigungstechnologien verleihen dem Wassersektor Schub

PFAS sind chemische Substanzen, die sich auf Ihrem Grundstück, aber auch in Wohnzimmer, Küche und Badezimmer sowie im Leitungswasser befinden können. Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (kurz: PFAS) sind nicht nur allgegenwärtig, sie sind auch als sehr langlebige Chemikalien berüchtigt. Sie zerfallen nicht auf natürliche Weise und sammeln sich so in der Umwelt und im menschlichen Körper an.

Bei PFAS handelt es sich nicht um eine einzelne Substanz, sondern um eine umfangreiche Kategorie an Chemikalien (über 4.700), die in zahlreichen industriellen Prozessen und Konsumgütern verwendet werden. Die beiden berüchtigtsten PFAS (PFOA und PFOS Untergruppen) verursachen nachweislich schwerwiegende Gesundheitsprobleme und stellen ein Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Aus diesem Grund ist ihre Produktion in vielen Ländern verboten. Allerdings muss noch viel unternommen werden, um die Kontamination von Trinkwasserquellen und Böden zu beseitigen.

Infolge zunehmenden Komplexität von Produkten wird auch der Abfall komplexer (und gefährlicher)

Die US Environmental Protection Agency (EPA) hat kürzlich regulatorische Vorschriften im Hinblick auf PFOA und PFOS erlassen. Dies stellt einen wichtigen Schritt bei der Festlegung der maximal zulässigen Konzentration in der öffentlichen Trinkwasserversorgung dar. Ähnliche Maßnahmen sind in der EU sowie in anderen Ländern der Welt getroffen worden.

Doch neben PFOA und PFOS werden tausende weiterer PFAS nach wie vor weltweit hergestellt und verwendet. Die nachgewiesenen Risiken einiger dieser Substanzen haben dafür gesorgt, dass die gesamte Chemikaliengruppe näher unter die Lupe genommen wird.

Angesichts strengerer regulatorischer Vorschriften und gestiegenen öffentlichen Bewusstseins wird der Markt für die Beseitigung von PFAS-Verschmutzungen in der Wasserversorgung voraussichtlich wachsen. Im März kündigte die US-Regierung unter Präsident Biden an, dass sie mehr als 100 Milliarden US-Dollar zum Aufbau einer robusten Wasserinfrastruktur bereitstellt, die auch die Dekontamination und die Überwachung der PFAS-Konzentration im Boden und in der Wasserversorgung in den USA umfasst. Für die Zukunft zu erwarten sind steigende Investitionen in Test- und Analyseverfahren, Filtersysteme sowie sichere Abscheidung von Schadstoffen im Wasser, in Abfallaufbereitungsanlagen und in allen Branchen, die PFAS verwenden oder produzieren.

Über die gesamten Auswirkungen sämtlicher PFAS ist noch nichts bekannt. Bekannt ist, dass die Gesellschaft und die vom Menschen hergestellten Produkte, die sie verbraucht, immer komplizierter werden. Infolge zunehmenden Komplexität von Produkten wird auch der Abfall komplexer (und gefährlicher). Künftig muss auch die Leistungsfähigkeit und Genauigkeit von Basisdiensten wie der Trinkwasserversorgung und einer effektiven Abfallaufbereitung erhöht werden, um die Gesundheit der Bevölkerung und die natürlichen Ressourcen zu schützen.

Stetiges Wachstum sollte in den nächsten zehn Jahren Anlagen in der gesamten Wasser-Wertschöpfungskette zugutekommen.

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