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Von rot zu gelb im Kampf gegen den Klimawandel

Von rot zu gelb im Kampf gegen den Klimawandel

12-04-2021 | Einblicke
Dekarbonisierungszusagen haben geholfen, die Welt im Kampf gegen den Klimawandel wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wir sind aber noch nicht am Ziel.
  • Lucian Peppelenbos
    Lucian
    Peppelenbos
    Climate Strategist

In aller Kürze

  • Durch Netto-Null-Zusagen bewegt sich die Welt auf die Ziele des Pariser Abkommens zu
  • Länder, die für 63 % der Emissionen verantwortlich sind, haben Netto-Null-Ziele verkündet
  • Anlegerinitiativen können Dekarbonisierungspläne unterstützen
Climate Investing: Von der Dringlichkeit zu den Lösungen
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Es besteht dringender Handlungsbedarf, wenn die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden sollen. Und an diesem Punkt können Anlegerinitiativen hilfreich sein, meint Lucian Peppelenbos, der Klimawandel-Experte von Robeco.

Gegenwärtig hat die Welt es von einer roten Ampelanzeige – bei der keine Chance bestand, die angestrebte Temperaturbegrenzung zu erreichen – zu einer gelben Ampel geschafft. Bis zum grünen Licht ist es seiner Meinung nach aber noch ein weiter Weg.

Das Abkommen von Paris bleibt der Ursprung aller Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels. Es ist die einzige wirklich globale Vereinbarung, zu der sich alle Nationen bekannt haben. Sein zentrales Ziel ist es den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2011 auf weniger als 2 °C oberhalb des vorindustriellen Niveaus zu begrenzen. Dafür muss die Welt bis spätestens 2050 CO2-neutral werden.

Die Vereinbarung wurde am 22. April 2016, den die UN zum Earth Day erklärt hat, ratifiziert und von 196 Ländern unterzeichnet. Seither haben sich viele Länder verpflichtet, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Einige haben ambitioniertere Ziele – Österreich und Uruguay wollen bereits 2040 soweit sein. China, das Land mit dem weltweit größten CO2-Fußabdruck, hat sich ein langfristigeres Ziel für 2060 gesetzt.

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Gelber Alarm

Sind wir auf Kurs, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen? „Nein, leider nicht“, meint Lucian Peppelenbos, Climate Change Strategist bei Robeco. „In einem Ampelsystem mit rot, gelb und grün würde ich uns nun ein gelbes Licht geben. Vor einem Jahr wäre es allerdings noch rot gewesen.“

„Der Fortschritt auf gelb ist aktuellen politischen Zusagen aus Asien, China, Japan und Südkorea zuzuschreiben, und weil wir jetzt wieder wissen, was die USA tun werden, nachdem sie dem Pariser Abkommen wieder beigetreten sind. Nach all diesen Schritten haben sich die Länder, die für 63 % aller Emissionen weltweit verantwortlich sind, auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet.“

„Wenn wir bis zum Jahr 2050 unsere Versprechungen tatsächlich wahr machen können, sind wir auf Kurs, um die globale Erwärmung auf 2,1 Grad Celsius zu beschränken – anstatt wie zuvor auf 3 Grad. Diese neue Welle an Zusagen ist so ambitioniert wie nie zuvor.“

Verteilte Führung

Für den Wechsel von gelb zu grün wird laut Peppelenbos mehr Zusammenarbeit erforderlich sein. „Ich mag den Begriff der „verteilten Führung“, den die Architektin des Pariser Abkommens, Christiana Figueres, geprägt hat“, sagt er.

„In der realen Wirtschaft werden politische Rahmen benötigt, und Verbraucher und Technologie müssen mitziehen. Alle diese Puzzleteile müssen zusammenkommen. Als Anleger können wir Kapital in die grüne, kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft kanalisieren ... und das ist entscheidend. Aber der Erfolg hängt davon ab, dass sich auch andere Teile im Puzzle bewegen.“

Einige dieser Teile werden in zahlreichen Initiativen verkörpert, denen sich Anleger inklusive Robeco angeschlossen haben, um die Welt von gelb zu grün zu bringen. Die ihrer Bedeutung für Anleger nach wichtigsten zehn Initiativen davon sind hier aufgeführt:

Dieser Artikel stammt von unserer Climate Investing-Plattform

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