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Verringerung der CO2-Intensität von Multifaktor-Strategien für Unternehmensanleihen

Verringerung der CO2-Intensität von Multifaktor-Strategien für Unternehmensanleihen

27-05-2020 | Einblicke
Quantitative Anlagestrategien eignen sich gut für die Integration sekundärer Zielsetzungen wie z. B. einer Verringerung der CO2-Intensität. Nach unseren Erkenntnissen wird die Outperformance von Multifaktor-Strategien durch eine Verringerung ihrer CO2-Intensität nur in begrenztem Maße herabgesetzt.
  • Robbert-Jan 't Hoen
    Robbert-Jan
    't Hoen
    Researcher
  • Patrick  Houweling
    Patrick
    Houweling
    Head of Quant Credits

In aller Kürze

  • Im Anlageuniversum bestehen hinsichtlich der CO2-Intensität große Unterschiede
  • Eine Beschränkung der CO2-Intensität wirkt sich nur wenig auf die voraussichtliche Performance von Strategien aus
  • Portfolios entfernen sich von (Unternehmen in) CO2-intensiven Sektoren

Integration von Beschränkungen bezüglich der CO2-Intensität in Multifaktor-Strategien für Unternehmens- und High-Yield-Anleihen

Unser Research zur Integration von Nachhaltigkeit in quantitative Anlagestrategien zeigt, dass sich diese gut für eine Integration sekundärer Zielsetzungen wie einer Verringerung der CO2-Intensität eignen – neben dem vorrangigen Ziel, attraktive risikoadjustierte Renditen zu erreichen. Dies hängt mit dem großen Anlageuniversum zusammen, das für die Strategie nach den attraktivsten Anlagegelegenheiten durchsucht werden kann.

Wenn ein Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen eine Anleihe mit attraktiven Faktor-Punktzahlen begibt, ist der Algorithmus für die Portfoliokonstruktion häufig in der Lage, eine andere Anleihe mit ähnlichen Faktor-Punktzahlen, aber geringerer CO2-Intensität zu finden. Dadurch wird die Portfolio-Zusammensetzung effizient zugunsten von Anleihen nachhaltiger wirtschaftender Unternehmen verschoben, ohne dass in beträchtlichem Umfang auf Faktor-Exposition verzichtet werden müsste.

Wir haben untersucht, wie sich eine Beschränkung der CO2-Intensität in einem Backtest-Zeitraum von 1994-2019 auf die Performance unserer globalen Multifaktor-Strategien für Unternehmens- und High-Yield-Anleihen auswirkt. Die Beschränkung gibt vor, dass die gewichtete durchschnittliche CO2-Intensität des Portfolios unter der der Benchmark liegen sollte. Die Auswirkungen auf die einem Backtest unterzogene Performance gehen nicht über einige wenige Basispunkte pro Jahr hinaus. Wir haben uns auch mit einer ehrgeizigeren Reduzierung von CO2-Emissionen wie z. B. einer im Vergleich zur Benchmark um 10, 20 oder 30 % usw. geringeren CO2-Intensität beschäftigt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die voraussichtliche Outperformance der Strategien dadurch nur moderat herabgesetzt wird.

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Begrenzte Herabsetzung der Outperformance

Man fragt sich vielleicht, warum eine Verringerung der CO2-Intensität der Multifaktor-Strategien nur eine begrenzte Herabsetzung der Outperformance zur Folge hat, obwohl die Vorgabe von Beschränkungen bei einer Multifaktor-Strategie im Allgemeinen zu geringeren Faktor-Expositionen führt. Wir sehen hierfür drei Gründe:

  1. Die Verteilung der CO2-Intensität ist nach rechts verschoben, sodass die Vermeidung von nur wenigen, besonders CO2-intensiven Unternehmen zu einer relativ deutlichen Verringerung der gewichteten durchschnittlichen CO2-Intensität des Portfolios führt.

  2. In langen Zeiträumen liegt die CO2-Intensität der Portfolios unter der der Benchmark, sodass in diesen Zeiträumen keine Anpassungen erforderlich sind.

  3. In den Zeiträumen, in denen die Portfolios eine höhere CO2-Intensität aufweisen als die Benchmark, ist der Algorithmus für die Portfoliokonstruktion dank des großen Anlageuniversums häufig in der Lage, Anleihen von Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen durch solche mit ähnlichen Faktor-Punktzahlen, aber geringerer CO2-Intensität zu ersetzen. Dadurch wird die Portfolio-Zusammensetzung effizient zugunsten von Anleihen nachhaltiger wirtschaftender Unternehmen verschoben, ohne dass in beträchtlichem Umfang auf Faktor-Exposition verzichtet werden müsste.
Unserer Ansicht nach trägt der beschriebene Ansatz dazu bei, Überleitungsrisiken im Portfolio zu reduzieren, bietet aber immer noch attraktive risikoadjustierte Renditen.

Hier können Sie die Studie mit den ausführlichen Ergebnissen herunterladen.

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