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Conservative Equities: starke Risikoreduzierung, obwohl Value sich in letzter Zeit schwertut

Conservative Equities: starke Risikoreduzierung, obwohl Value sich in letzter Zeit schwertut

02-12-2019 | Einblicke

Trotz unvermeidlicher Schwächephasen zeigt der Track Record von Conservative Equities, dass unser Ansatz Mehrwert schafft. Seit Auflegung konnten unsere Flaggschiff-Strategien sowohl den Markt als auch herkömmliche Low Risk-Produkte schlagen.

  • Jan Sytze  Mosselaar
    Jan Sytze
    Mosselaar
    CFA, Director, Portfolio Manager

In aller Kürze

  • Bei einer aktiven Low Risk-Strategie ohne Benchmark-Orientierung sind schwierige Phasen unvermeidlich
  • Die Ausrichtung auf Value-Aktien hat die Wertentwicklung in den entwickelten Ländern belastet 
  • Der langfristige Track Record ist aber in entwickelten wie aufstrebenden Ländern intakt

Grafik 1 I Kumulierte Zusatzerträge der Developed & Emerging Conservative Equities-Strategien (logarithmische Skala)

Seit mittlerweile mehr als 13 Jahren hat der Conservative Equities-Ansatz von Robeco gezeigt, dass er Mehrwert sowohl in den entwickelten Ländern als auch in den Emerging Markets schaffen kann. Unsere Flaggschiff-Strategien haben in beiden Kategorien die beiden Vergleichsindizes – den Marktindex und den wichtigsten Minimum Volatility Index – vor Kosten geschlagen (siehe Grafik 1).

Quelle: Robeco Performance Measurement. Alle Zahlen in EUR vor Abzug von Gebühren. In der Realität werden Kosten wie Verwaltungsgebühren und sonstige Kosten berechnet. Diese wirken sich negativ auf die angegebenen Renditen aus. Der Wert von Kapitalanlagen kann schwanken. In der Vergangenheit erzielte Ergebnisse sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Die Global Developed Conservative Equities-Strategie wurde im Oktober 2006 aufgelegt, die Robeco Emerging Conservative Equities-Strategie im März 2011. Die bei der Optimierung zugrunde gelegte Währung ist im Fall des MSCI World Minimum Volatility Index der Euro und im Fall des MSCI EM Minimum Volatility Index der US-Dollar.

Aber die bisherige Entwicklung verlief nicht immer reibungslos. Es gab auch gelegentliche schwierige Phasen, in denen die Wertentwicklung schwächer ausfiel. Anders gesagt können wir nicht alle Indizes in jedem Zeitraum schlagen.

Solche Rückschläge sind unvermeidlich bei einer aktiven Low Risk-Strategie, die sich nicht an einer Benchmark orientiert, keine Obergrenzen für den Tracking Error hat und typischerweise einen Active Share von 80 % in Bezug auf den Marktindex und 70 % in Bezug auf den Minimum Volatility Index von MSCI aufweist. Außerdem folgte auf Schwächephasen stets eine kräftige Erholung, die sich positiv auf die langfristige Erfolgsbilanz auswirkte.

Conservative Equities stellt eine aktive Low Risk-Strategie dar, die langfristig stabile Renditen und hohe laufende Erträge anstrebt. Das diversifizierte, aktiv positionierte Portfolio ist Ergebnis eines faktorbasierten Aktienauswahlprozesses nach dem Bottom-up-Verfahren und eines unkomplizierten Vorgehens bei der Portfoliokonstruktion. Ziel ist die Maximierung der absoluten Rendite/Risiko-Relation über einen vollständigen Wertentwicklungszyklus.

Value-Aktien tun sich in entwickelten Ländern schwer

Wie es scheint, durchläuft unsere Global Developed Conservative Equities-Strategie derzeit eine dieser schwierigeren Phasen, insbesondere im Vergleich zum MSCI World Minimum Volatility Index. Im Vergleich dazu fiel die Entwicklung der Strategie gegenüber dem MSCI World Index eher den Erwartungen entsprechend aus.

Der Hauptgrund für das bessere Ergebnis des Minimum Volatility Index liegt in dessen Ausrichtung auf Low Risk-Aktien mit höherer Bewertung, da sich teure Titel besser entwickelt haben als günstige. Unsere Conservative Equities-Strategie weist nach wie vor einen Bewertungsunterschied von rund 20 % gegenüber dem Index auf, da sie Low Risk-Aktien mit attraktiven Bewertungen, hohen Dividendenrenditen und positivem Momentum auswählt.

Die Wertentwicklung der Robeco Global Developed Conservative Equities-Strategie im Vergleich zum MSCI World Minimum Volatility Index fiel speziell im Jahr 2018 schwach aus. Infolgedessen erscheint die kurzfristige Entwicklung der Strategie (bis zu fünf Jahren) gegenüber diesem speziellen Index weniger gut. Die langfristige Erfolgsbilanz bleibt aber intakt.

Ganz anders stellt sich die Situation in den Emerging Markets dar, wo der Faktor Value in den letzten paar Jahren positiv zum relativen Ergebnis unserer Emerging Conservative-Strategie beigetragen hat. In den Schwellenländern hat sich die bevorzugte Ausrichtung der Strategie auf dividendenstarke Low Risk-Aktien ausgezahlt – sowohl im Vergleich zum MSCI EM Index als auch gegenüber dem MSCI EM Minimum Volatility Index.

Auch wenn sich Value-Aktien in den entwickelten Ländern in letzter Zeit schwergetan haben, haben sich beide Strategien den Erwartungen entsprechend entwickelt

Insgesamt betrachtet haben sich aber beide Strategien den Erwartungen entsprechend entwickelt, auch wenn sich Value-Aktien in den entwickelten Ländern in letzter Zeit schwergetan haben. In Rückstand geraten sind sie in ausgeprägten Bullenmärkten wie 2017 sowie während der Kursaufschwünge der Jahre 2018 und 2019. Dagegen haben sie in negativen Marktphasen wie im Februar und März 2018, dem letzten Quartal 2018 sowie im Mai und August 2019 eine deutliche Risikoreduzierung bewirkt.

Chancen der Bewertungslücke

Des Weiteren betrachten wir die derzeitige Bewertungslücke zwischen der Conservative Equities-Strategie und den MSCI Minimum Volatility-Indizes als Chance für eine künftige Outperformance in entwickelten wie aufstrebenden Ländern. Das gilt insbesondere angesichts der niedrigeren erwarteten Aktienerträge, die Robeco für die nächsten fünf Jahre projiziert.1

In den letzten paar Jahren haben die Anleger in den entwickelten Ländern ohne Rücksicht auf die Bewertungen den Fokus auf Growth-Aktien gelegt, die sich durch starkes Gewinnwachstum auszeichnen. Dieses Verhaltensmuster ist nicht untypisch für eine von steigenden Kursen geprägte spätzyklische Marktphase. Doch je weiter der Marktzyklus voranschreitet, desto mehr sollten hochbewertete Aktien mit starkem Gewinnwachstum an Attraktivität einbüßen.

Unterdessen könnten Dividenden, Kapitalerhalt und vernünftige Bewertungsniveaus für die Anleger wieder relevanter werden, wie das in einem schwierigeren Umfeld gewöhnlich der Fall ist. In einem solchen Szenario wird unser Fokus auf Low Risk-Aktien mit hoher Dividendenrendite und attraktiven Bewertungen voraussichtlich wieder Mehrwert schaffen – gleichermaßen in entwickelten wie aufstrebenden Ländern.

1 Für mehr Details siehe unseren neuesten „Robeco für die nächsten fünf Jahre projiziert".

Bleiben Sie in Bezug auf Einsichten zu Quantitative Investing auf dem Laufenden.
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