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Fünf Jahre später ist der Trend immer noch ein Freund unseres Momentum-Faktors

Fünf Jahre später ist der Trend immer noch ein Freund unseres Momentum-Faktors

08-03-2018 | Einblicke

Momentum-Strategien sind normalerweise anfällig für eine Trendumkehr am Markt und hohe Umschlagshäufigkeit. Doch diese Probleme kann man effizient bewältigen.

  • Simon Lansdorp
    Simon
    Lansdorp
    Portfolio Manager

In aller Kürze

  • Der Momentum-Faktor bietet eine attraktive Langfrist-Prämie
  • Die mit einer Trendumkehr am Markt und hoher Umschlagshäufigkeit verbundenen Probleme kann man in den Griff bekommen
  • Der Fünf-Jahres-Track-Record unserer Momentum-Strategie zeigt, dass es funktioniert

Momentum gilt häufig als einer der attraktivsten, aber auch riskantesten Faktoren. Das liegt teilweise daran, dass die meisten Momentum-Strategien anfällig sind für eine Trendumkehr am Markt, die Anlegern — wie 2009 geschehen – erhebliche Verluste einbringen kann. Ein weiteres potenzielles Problem sind die Transaktionskosten, weil Momentum-Strategien mit einer relativ hohen Umschlagshäufigkeit verbunden sein können.

In den letzten Jahren ist Momentum jedoch zu einem wichtigen Baustein und einer zentralen Komponente unserer Multi-Faktor-Strategien geworden. „Die meisten Anleger wollen aktuell Momentum in ihre faktorbasierten Anleihestrategien einbeziehen“, sagt Simon Lansdorp, Portfoliomanager in Robecos Factor Investing Equities-Team.

Momentum ist die Tendenz von „Gewinner-Aktien“ der letzten Zeit weiterhin eine überdurchschnittliche Performance zu erreichen, während „Verlierer-Aktien“ ihre dürftige Performance fortsetzen werden. Es ist eine der am stärksten ausgeprägten Anomalien, die bekanntermaßen an den weltweiten Aktienmärkten existieren.

Das erneute Interesse von Anlegern an Momentum ist weitgehend darauf zurückzuführen, dass Momentum-Strategien hervorragend gelaufen sind – zum Teil dank des generellen Aufwärtstrends an den großen Aktienmärkten. Die gute Performance der letzten Zeit ist aber nur ein Grund für den Erfolg dieser Strategien.

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Momentum trägt erheblich zur Diversifizierung bei

In einem auf Faktorprämien abstellenden Aktienportfolio trägt Momentum wegen seiner geringen Korrelation zu anderen Faktoren wie z. B. Low Volatility erheblich zur Diversifizierung bei. Momentum kann sogar negativ zu Value korreliert sein. Deshalb könnte die erwartete Rendite eines Faktor-Portfolios durch Hinzunahme von Momentum gesteigert werden, ohne dass das erwartete Risiko zunimmt. < p class="quote">In einem faktorbasierten Aktienportfolio trägt Momentum erheblich zur Diversifizierung bei

Wir bei Robeco erforschen und implementieren Momentum schon seit den 1990er Jahren, als wir mit der Entwicklung von Aktienauswahlmodellen begannen. Und unser erstes vollständig quantitatives Aktienportfolio, das seit 2002 auf dem Markt ist, hat vom Momentum-Effekt profitiert. Auf der Grundlage dieser langjährigen Erfahrung legten wir im September 2012 unsere einzigartige Momentum-Strategie auf. Und wir werden die Art und Weise, wie wir den Momentum-Faktor abschöpfen, weiter optimieren.

„Rest-Momentum“

Seit ihrer Einführung vor fünf Jahren hat die Strategie gezeigt, dass sie im Lauf der Zeit relativ beständig eine überdurchschnittliche Performance erreichen kann — sogar in schwierigen Marktphasen. Von September 2012 bis Januar 2018 erzielte unser QI Global Momentum-Fonds vor Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Rendite von 15 % pro Jahr — 2,2 Prozentpunkte mehr als der MSCI All Country World Index. Dabei führte eine nur geringfügig größere Volatilität zu einer deutlich besseren Sharpe-Ratio. Bei vierteljährlicher Betrachtung erzielte die Strategie vor Abzug von Gebühren in 15 der letzten 21 Quartale positive absolute Renditen. Außerdem übertraf sie in 13 der letzten 21 Quartale die Performance ihres Vergleichsindex.

Das liegt daran, dass unsere Strategie statt auf konventionelles Kurs-Momentum auf aktienspezifisches Momentum fokussiert ist. Dieses wird auch als „Rest-Momentum“ oder „unsystematisches“ Momentum bezeichnet. Durch Verwendung von Rest-Momentum können wir das allgemeine Risiko einer Trendumkehr am Markt, mit dem konventionelle Momentum-Strategien zu kämpfen haben, erheblich reduzieren.

Und während sich konventionelles Momentum dadurch erklären lässt, dass Anleger auf Nachrichten meistens über- oder unterreagieren, zeigen unsere Analysen, dass Rest-Momentum eher eine Funktion einer Unterreaktion von Anlegern ist. „Das ist ein äußerst wichtiger Gesichtspunkt“, betont Simon Lansdorp. „Vor allem in Phasen, in denen Anleger sich fragen, wie lange der aktuelle Bullmarket noch dauern wird.“

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