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Robeco gewinnt “Best Asset Management Company 2020”

Robeco gewinnt “Best Asset Management Company 2020”

12-06-2020 | Interview
Robeco wurde anlässlich der Swiss Sustainable Funds Awards (SSFA) zur "2020 Best Asset Management Company" gekürt.

In aller Kürze

  • Auszeichnung ist nachdrücklicher Beleg für unsere Expertise im nachhaltigen Investieren
  • Schweizer Investoren verstehen ihre Verantwortlichkeiten und die Chancen

Sandra Cafazzo, CFA

Head of Sales & Marketing Schweiz, RobecoSAM

Mit einer Nominierung von vier Fonds in drei Kategorien und dem Sieg in der Auszeichnung als Best Asset Management Company 2020 waren Robeco und RobecoSAM im zweiten Jahr der Swiss Sustainable Funds Awards erneut erfolgreich. Eine Überraschung ist dies keinesfalls. Einer umfangreichen Studie zufolge, die die britische NGO ShareAction vor kurzem über das Thema Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit veröffentlichte, ist der Ansatz der meisten Asset Manager eher mittelmässig, wenn es um verantwortliches Investieren geht. Bis auf einige wenige Ausnahmen, zu denen auch Robeco gehört und unter 75 Vermögensverwaltungsgesellschaften den Spitzenplatz belegt. In den Augen von Sandra Cafazzo, Verkaufs- und Marketingleiterin für die Schweiz und Mitglied des Exekutivkomitees von RobecoSAM, lassen sich jahrelange Erfahrung und Engagement durch nichts ersetzen. In einem Gespräch äusserte sie sich folgt.

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Wie erleben Ihre Teams die Anerkennung, die sie durch die Swiss Sustainable Funds Awards erfahren?

Wir haben uns über die Nominierung von vier Fonds in drei Kategorien sehr gefreut und freuen uns umso mehr über die Auszeichnung als «Best Asset Management Company» im zweiten Jahr in Folge. Dies ist ein nachdrücklicher Beleg für unsere Expertise im nachhaltigen Investieren. Der Verdienst gebührt natürlich den Verwaltungsteams, aber auch der Research-Abteilung, dem «Active Ownership»-Team und der gesamten Kette, die wir in diesem Bereich als führend ansehen können. Wir sind sehr stolz auf diese Zeichnung. Und hoffen, auch im nächsten Jahr, bei der dritten Auflage, wieder dabei zu sein.

Meinen Sie, dass Anleger, die Ihnen ihr Vertrauen schenken, hierdurch in ihrer Entscheidung bestärkt werden?

Wir sind seit den 1990er Jahren im Bereich Sustainable Finance aktiv, sowohl in Zürich als auch in Rotterdam, und haben auch schon andere Preise erhalten. Überdies besitzen wir seit vielen Jahren ein äusserst gutes Rating (A+) im Rahmen der von den Vereinten Nationen unterstützten Grundsätze für verantwortliches Investieren (UN PRI). Gleichzeit steht verschiedenen Mitgliedern der Ausschluss aus der PRI-Initiative bevor. Der Titel «Best Asset Management Company 2020», den uns die Jury der Swiss Sustainable Funds Awards verliehen hat, bedeutet für uns eine besonders Wertschätzung. Ja, die Anerkennung durch diese Auszeichnungen vermittelt Vertrauen und bestärkt institutionelle Anleger, sich für uns zu entscheiden.

Erscheint Ihnen die Schweiz für nachhaltige Investitionen zunehmend günstiger?

Die Zahlen sprechen für sich. Dem von Swiss Sustainable Finance am Montag veröffentlichten Bericht ist zu entnehmen, dass nachhaltige Anlagen innerhalb eines Jahres um 62% auf 1'163 Milliarden Schweizer Franken gestiegen sind. Das entspricht etwa einem Drittel des lokal verwalteten Vermögens. Pensionskassen werden hierbei immer anspruchsvoller. Angesichts einer neuen Generation von Kunden müssen Schweizer Privatbanken ihr ESG-Angebot ausweiten, um ihre Führungsposition für private Geldanlagen bei den Millenials zu behalten. Schweizer Investoren verstehen ihre Verantwortlichkeiten und die Chancen, die Responsible Finance mit sich bringt, immer besser. Der Rückstand, den die Schweiz bis 2015 gegenüber anderen Ländern aufwies, war nicht nachvollziehbar, zumal hier seit den 1990er Jahren eine beträchtliche Zahl von Pionierunternehmen tätig ist. Doch «der Prophet gilt nun mal nichts im eigenen Land». Verantwortliches Investieren ist eine gesellschaftliche Unabdingbarkeit und wirtschaftliche Notwendigkeit, und das haben Schweizer Anleger wohl begriffen. Für uns ist dieser Trend äusserst positiv. Kunden sind offener; sie haben eine kritischere und anspruchsvollere Haltung. Dies trägt dazu bei, uns bei der Auswahl eines Vermögensverwalters von anderen abzuheben. Kunden schätzen Flexibilität bei der Verwirklichung ihrer Ziele, denn die Ansichten und Prioritäten jedes Anlegers sind anders.

Was halten Sie von der Methodik, die diesem Preis zugrunde liegt?

Wir schätzen die Unabhängigkeit der Jury, die sich aus Vertretern der Wissenschaft, institutionellen Anlegern und Family Offices zusammensetzt. Schweizer Anleger sind hierin ausgezeichnet vertreten. Die im Vorfeld herangezogene Methodik ist uns nicht ganz bekannt, aber wir schätzen ihre Neutralität und den Umfang des untersuchten Universums. Ausgewählt zu werden, ohne sich bewerben zu müssen, macht Freude und bestätigt uns, dass bei der Vorauswahl bzw. Auswahl Unvoreingenommenheit herrscht.

Halten Sie die Grundsätze für nachhaltiges Anlegen in der aktuellen Krise für einen Vorteil?

Viele Forschungsberichte bestätigen, dass nachhaltige Fonds in dieser Krise widerstandsfähiger waren als andere Portfolios. Für eine Beurteilung ist es in meinen Augen zwar noch zu früh, aber für die grosse Mehrheit unserer Fonds war dies der Fall. Aber dies hängt auch von den Ansätzen und der Typologie nachhaltiger Fonds ab. Verschiedene Ansätze wirken sich unterschiedlich auf die Performance aus.

Wie bestimmen Sie nach Ihren Leitlinien ein annehmbares Universum? Werden Sie in Zukunft noch höhere Ansprüche stellen?

Die Komponenten eines annehmbaren Universums sind je nach Strategie und Ansatz unterschiedlich. Was verlangen wir jedoch von einem Portfolio gleich welcher Art? Dass das Portfolio so gut wie möglich Schocks widersteht – angefangen von der Gesundheitskrise bis hin zu Versorgungsengpässen. Nachhaltige Portfolios sind weniger anfällig gegenüber systemischen Risiken, die aus Schwächen wie personellen Defiziten, unflexiblen Prozessen, unverhältnismässigen Lieferketten oder auch einem übergrossen ökologischen Fussabdruck entstehen. Die Krise haben wir zum Anlass genommen, Lieferketten noch kritischer zu untersuchen. Klassischerweise vergewissern sich verantwortungsbewusste Anleger, dass Lieferanten angemessene Löhne zahlen und einwandfreie Arbeitsbedingungen herrschen. Doch hier müssen wir weiter gehen und auch die Fähigkeit jedes Landes zur Bewältigung von turbulenten Zeiten analysieren. Krisen vermitteln interessante Erkenntnisse über das Verhalten von Unternehmen, aber auch der Länder, zu denen sie gehören. Auf diese Weise lassen sich Schwachstellen identifizieren, noch bevor sie sichtbar werden.

Und nun?

Ohne sofortiges und nachhaltiges Handeln ist der Klimawandel unvermeidbar. Unsicherheiten bestehen hierbei lediglich beim Tempo und beim Umfang, in dem sich die Situation verschlechtert. Hinzufügen möchte ich, dass die Klimafrage wegen ihrer akuten Dringlichkeit unbedingt besondere Aufmerksamkeit und Konsequenz erfordert. Wenn sich die COVID-19-Pandemie wieder gelegt hat, wird der Klimawandel immer noch grossen Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt haben. Heute sind wir mehr als glücklich über die Anerkennung, die unsere Anlagestrategien im Kampf gegen den Klimawandel finden.

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