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Hauptversammlungssaison: Unser Abstimmungsverhalten

Hauptversammlungssaison: Unser Abstimmungsverhalten

25-07-2019 | Einblicke
In den USA haben Nachhaltigkeitsaspekte an Bedeutung gewonnen, während in Asien nach wie vor die Board-Zusammensetzung zu den umstrittensten Themen gehört. Das war das Ergebnis der jüngsten Hauptversammlungssaison, während der Robeco seine Aktionärsrechte dazu eingesetzt hat, auf mehr Nachhaltigkeit in den Unternehmen hinzuwirken. Nach Angaben unseres Active Ownership-Teams förderte die jährliche Meinungsbekundung der Anleger einige bemerkenswerte Gewinner und Verlierer zutage.
  • Laura Bosch Ferreté
    Laura
    Bosch Ferreté
    Engagement analyst

Im Rahmen der Hauptversammlungssaison 2019 hat sich die Zahl der Aktionärsversammlungen, bei denen Robeco seine Stimme abgegeben hat, deutlich erhöht. Dies ist vor allem eine Folge der gestiegenen Zahl von Kunden und Mandaten. 2018 gaben wir bei mehr als 5.000 Aktionärsversammlungen unsere Stimme ab. Im Jahr 2019 rechnen wir mit einer höheren Zahl. Als Assetmanager gibt Robeco seine Stimme im Auftrag der Eigentümer der Anlagen ab. Dabei verfolgen wir das Ziel, bei den Unternehmen, in die wir investieren, eine Verbesserung hinsichtlich der Aspekte Umwelt, Soziales und Governance (ESG) zu bewirken.

„In den USA war eine beträchtlich gestiegene Zahl von Aktionärsanträgen mit Bezug zu sozialen Themen zu beobachten. Während 2018 das Thema Umwelt im Vordergrund stand, ist die Zahl der umweltbezogenen Anträge, die auf die Tagesordnung der Hauptversammlungen gesetzt wurden, im laufenden Jahr gesunken. Dafür sind soziale Themen in den Vordergrund gerückt”, sagt Engagement Analyst Laura Bosch Ferreté, die die Ergebnisse der von uns besuchten Hauptversammlungen von März bis Juni zusammengefasst hat. Die sozialen Themen reichten von geschlechtsbezogenen Gehaltsunterschieden bis hin zu Ausgaben für Lobbyarbeit.

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Gemeinsam eingebrachte Anträge

„Rund 35 % der Stimmabgaben von Robeco erfolgten in den USA, die damit eine wichtige Region für uns darstellen. Dieses Jahr unterstützten wir rund 80 % der Aktionärsanträge zu sozialen Themen“, ergänzt Carola van Lamoen, Head of Active Ownership.

„Zwei Anträge brachten wir gemeinsam mit anderen Anlegern ein. Im ersten Antrag baten wir Ford um genauere Offenlegung seiner klimabezogenen Lobbybeiträge. So wollten wir erfahren, inwieweit ihre Beiträge zu Wirtschaftsverbänden und politischen Gruppierungen mit ihrer Geschäftsstrategie in punkto Umwelt im Einklang stehen und ob die damit verbundenen Kosten gerechtfertigt sind.“

„Der zweite Antrag forderte BP auf offenzulegen, in welchem Umfang die Geschäftsstrategie des Unternehmens im Einklang mit dem 2-Grad-Klimawandelszenario vereinbar ist und wie sie ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren beabsichtigen, um dieses einzuhalten. Für Aktionäre ist es sehr wichtig sicherzustellen, dass ein Unternehmen langfristig am Markt bestehen kann und Klimawandel als ein bedeutendes Geschäftsrisiko identifiziert.“

Verbindung zu Engagement-Themen

„Mehrere von Aktionären eingebrachte Anträge bezogen sich auf Themen, die im Einklang mit unseren Engagement-Aktivitäten stehen. Beispiele dafür sind Anträge in Bezug auf geschlechtsbezogene Gehaltsunterschiede, die Berücksichtigung von Arzneimittelpreisen bei den Vergütungspraktiken von Pharmaunternehmen und ein ausgeprägter Fokus auf Umweltverschmutzung durch Plastik.“

Erneut auf den Tisch kam das alte Thema nicht-leistungsbezogener Vergütung von Führungskräften. Eine Rolle spielte in daneben neue nationale Vorgaben, die Ziele für den Anteil von Frauen in Boards ab 2020 beinhalten. „Es waren dieselben Muster wie in früheren Jahren zu beobachten. So wurde häufig gegen Vergütungspakete gestimmt, deren Zusammensetzung strukturelle Mängel aufwies“, sagt sie. „In den USA haben wir gegen 35 % der Vergütungsvorschläge für Führungskräfte gestimmt. Dieser Anteil ist etwas höher als unser globaler Durchschnitt von 27 %.“

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