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Wie Versicherer kapitaleffiziente Renditen erzielen können

Wie Versicherer kapitaleffiziente Renditen erzielen können

11-04-2019 | Einblicke

Der überwiegende Teil des Vermögens von Versicherern ist in Anleihen mit Investment Grade-Rating angelegt. Um kapitaleffizientere Erträge zu erzielen, die Diversifikation zu verbessern und Illiquiditäts-Prämien zu vereinnahmen, engagieren sich Versicherer häufig in Hochzinsanleihen und alternativen Anlageklassen. Wir vertreten jedoch die Ansicht, dass Faktor-Strategien mit Unternehmensanleihen eine attraktive Alternative zur Erzielung kapitaleffizienter Renditen sind.

  • Patrick  Houweling
    Patrick
    Houweling
    Portfolio Manager
  • Frederik  Muskens
    Frederik
    Muskens
    Quantitative Researcher

In aller Kürze

  • Faktoren ermöglichen langfristigen Wertzuwachs, Kosteneffizienz und Diversifikation
  • In Faktorstrategien lassen sich die Eigenkapitalanforderungen von Versicherern problemlos integrieren
  • Ein Kundenbeispiel illustriert die attraktive Kapitalrendite von Faktorportfolios

Versicherer investieren in erheblichem Umfang in Unternehmensanleihen und halten Kapitalpuffer vor, um ihre Portfolios vor negativen Ereignissen zu schützen. Daneben streben sie auch eine bestmögliche Diversifikation ihrer Anlagen sowie eine erhöhte Rendite auf das Versicherungskapital an.

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Eine Quelle von Diversifikation

Faktorbasierte Credit-Strategien bieten Versicherern eine attraktive Alternative zu traditionellen, auf fundamentalem Research basierenden Strategien. Aufgrund ihres differenzierten Anlagestils und ihrer Fähigkeit zur Nutzung eines breiten Anlageuniversums stellen Faktorstrategien eine wichtige Quelle von Diversifikation im Vergleich zu fundamental gemanagten Versicherungsportfolios dar.

Eine Multifaktor-Strategie mit Unternehmensanleihen verwendet eine hochgradig systematische Methode bei der Portfoliokonstruktion. So berücksichtigt sie zahlreiche quantitative Faktoren und neutralisiert das Exposure des Portfolios im Hinblick auf die Zinsduration und das Credit-Beta. Dagegen verfolgen fundamentale Strategien typischerweise nur einen Stil – häufig Carry oder Value – und gehen regelmäßig Durations- und/oder Beta-Wetten ein.

In Bezug auf das Anlageuniversum kann eine faktorbasierte Strategie auf effiziente Weise in alle Unternehmen und Anleihen investieren, unabhängig von ihrer Größe. Fundamental orientierte Manager müssen sich zwangsläufig auf einen kleineren Ausschnitt fokussieren, da sie nur über begrenzte Ressourcen für die Analyse der Emittenten verfügen. Im Allgemeinen besteht dieser Ausschnitt aus größeren, liquideren Titeln und erst in jüngerer Zeit aufgelegten Anleihen.

Während die erzielten Renditen der meisten fundamentalen Strategien tendenziell positiv korreliert sind, sind die erzielten Renditen unserer Faktorstrategien aufgrund der genannten Unterschiede negativ mit denjenigen der fundamental ausgerichteten Mitbewerber korreliert. Deshalb kann die Einbeziehung einer Faktorstrategie in ein Portfolio aus fundamental gemanagten Credit-Strategien die Diversifikation erheblich verbessern.

Attraktive Erträge

Durch die systematische Vereinnahmung von Faktorprämien lassen Faktorstrategien sowohl einen höheren risikoadjustierten Ertrag als auch eine höhere Kapitalrendite als passive Unternehmensanleihen-Portfolios erwarten. Zahlreiche akademische Studien zu diversen Anlageklassen, einschließlich Aktien und Anleihen, haben gezeigt, dass Faktorportfolios über einen vollständigen Anlagezyklus hinweg höhere risikobereinigte Renditen als ein Portfolio abwerfen, das dem Marktindex passiv folgt.

Außerdem kann durch ausdrückliche Integration der Kapitalanforderungen von Versicherern die Kapitalrendite von Faktorstrategien für Unternehmensanleihen weiter erhöht werden. Im Rahmen unseres eigenen Research stellten wir eine starke positive Korrelation zwischen der Solvency Capital Ratio und Volatilität von Unternehmensanleihen fest. Deshalb erzielt ein Faktorportfolio nicht nur eine höhere Relation aus Rendite und Volatilität (d.h. eine bessere Sharpe Ratio) als der Markt, sondern auch ein überlegenes Verhältnis aus Rendite und Kapitaleinsatz.

Durch gezielte Ausrichtung eines Portfolios auf Anleihen, die positive Faktoreigenschaften aufweisen, und durch Meidung von Anleihen mit ungünstigen Faktoreigenschaften können Anleger daher ein Portfolio bilden, das einen höheren risikobereinigten Ertrag und eine höhere Kapitalrendite erzielt als ein Portfolio, das passiv dem Markt folgt.

Kosteneffizienter Baustein

Die von Robeco angebotenen Multifaktor-Strategien im Bereich Unternehmensanleihen bieten ein Exposure gegenüber den Faktoren Low Risk, Quality, Value, Momentum und Size. Bei jedem einzelnen Faktor verwenden wir optimierte Definitionen. Gegenüber gängigeren Faktordefinitionen, wie sie typischerweise in akademischen Forschung zugrunde gelegt werden, führen diese optimierten Definitionen zu höheren risikoadjustierten Renditen. Des Weiteren berücksichtigen unsere Strategien ausdrücklich die Liquidität, die Transaktionskosten und die Umschlagshäufigkeit. Außerdem bilden sie gut diversifizierte Portfolios mit einem besseren Nachhaltigkeitsprofil als im Index. Daher bieten sie realistischere Aussichten auf erzielbare Verbesserungen der Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Letzten Endes stellen unsere Faktorstrategien bei Unternehmensanleihen einen kosteneffizienten Baustein für Versicherer dar. Diese Strategien können auch auf spezifische Anforderungen zugeschnitten werden, beispielsweise wenn Versicherer die Abstimmung auf einen Strom von Zahlungsverpflichtungen anstreben oder ein bestimmtes Ertragsniveau für ein Credit-Portfolio mit geringer Umschlagshäufigkeit (Kaufen-und-Halten-Ansatz) erzielen wollen.

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