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Aktives Durationsmanagement bewährt sich in wechselhaften Anleihenmärkten

Aktives Durationsmanagement bewährt sich in wechselhaften Anleihenmärkten

05-03-2019 | Einblicke
Die Dynamic Duration-Strategien von Robeco sind im Jahr 2018 ihrem Anspruch vollauf gerecht geworden. Sie boten Schutz vor Kursrückgängen, als die Renditen im Jahresverlauf stiegen. Sie profitierten aber auch, als sich Staatsanleihen anschließend wieder erholten.
  • Olaf  Penninga
    Olaf
    Penninga
    Portfolio Manager

In aller Kürze

  • Aktives Durationsmanagement spielte 2018 eine entscheidende Rolle
  • Die Dynamic Duration-Fonds von Robeco schnitten sehr gut ab
  • Neue optimierte Trendvariable für unser Durationsmodell

An den Märkten für Staatsanleihen kam es im Jahr 2018 zu abrupten Trendwechseln. In diesem Umfeld konnten Anleger durch geschicktes Timing Zusatzerträge am Anleihenmarkt erzielen, indem sie sich vor steigenden Renditen schützten und von sinkenden Renditen profitierten. Vor diesem Hintergrund war die Positionierung unserer Dynamic Duration-Fonds tatsächlich ausgesprochen dynamisch.

Aktives Durationsmanagement erwies sich erneut als effektive Methode, um verhaltensbedingte Tendenzen zu meiden und von Positionen abseits des Konsenses zu profitieren. Durch systematisches Festhalten an bewährten Treibern des Anleihenmarkts konnte der Fonds sich unbeschränkt auf Staatsanleihen einstellen und in den letzten Monaten des Jahres in dem Segment eine maximale Übergewichtung eingehen. Dank sehr guter Erträge in einer für riskante Anlagen schwierigen Phase ermöglichten die beiden Fonds wertvolle Diversifikation genau dann, als Anleger sie am dringendsten brauchten.

Im vergangenen Jahr erzielten der Robeco QI Global Dynamic Duration und der QI Long/Short Dynamic Duration ein positives Gesamtergebnis von 1,7 % bzw. 1,6 % vor Kosten und übertrafen ihre jeweiligen Benchmark-Indizes deutlich. 1

Bewährtes Durationsmodell

Die von unseren Dynamic Duration-Fonds eingegangenen Durationspositionen basieren auf dem Ergebnis unseres Durationsmodells. Das Modell wurde Anfang der 1990er Jahre entwickelt und nutzt sechs Variablen zur Prognose der Richtung, in die sich die Anleihenrenditen entwickeln: drei fundamentale Variablen beziehen sich auf makroökonomische Bestimmungsfaktoren der Anleihemärkte wie Wirtschaftswachstum, Inflation und Geldpolitik; anhand einer Bewertungsvariable wird ermittelt, inwieweit die erwarteten Entwicklungen bereits in den Anleihenkursen berücksichtigt sind, und zwei technische Variablen (Trend und Saison) verbessern das Timing des Modells.

Vier dieser sechs Variablen trugen zur sehr guten relativen Wertentwicklung im Jahr 2018 bei, während der Beitrag der beiden anderen neutral war. Die auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation bezogen Variablen leisteten positive Beiträge, da sie beide darauf hindeuteten, dass die Renditen zu Jahresbeginn steigen und der Kursaufschwung am Anleihenmarkt enden wird. Die inflationsbezogene Variable büßte einen Teil der von ihr erzielten Wertentwicklung während der Turbulenzen in Italien wieder ein, während die praxisbezogene Variable im Sommer eine Schwächephase aufwies. Die auf die Geldpolitik und die Bewertung bezogenen Variablen trugen während des Großteils des Jahres beständig zur Wertentwicklung bei, indem sie signalisierten, dass sich US-Anleihen unterdurchschnittlich entwickeln werden. Die Trendvariable und die saisonale Variable belasteten das Ergebnis zwar anfänglich, erholten sich aber im Zuge der Kurserholung in den letzten Monaten des Jahres.

Die optimierte Trendvariable hätte über den gesamten Betrachtungszeitraum ein etwas besseres Ergebnis ermöglicht

Optimierte Trendvariable

Im Rahmen unserer laufenden Anstrengungen zur Optimierung unseres Durationsmodells haben unsere Research-Spezialisten kürzlich die zugrundeliegende Trendvariable analysiert. Die Trendvariable wird mit der saisonalen Variable kombiniert, um das Timing im Modell zu optimieren. Insbesondere untersuchten unsere Research-Fachleute, wie es sich auswirken würde, wenn man die bestehende Trendvariable durch eine etwas „längerfristige“ ersetzen würde. Sie suchten auch nach Möglichkeiten, die Ausgestaltung der Variable zu verbessern, um kurzfristige Mean Reversion-Effekte zu vermeiden.

Dabei stellten sie fest, dass die optimierte Trendvariable aufgrund des günstigeren Abschneidens in den letzten beiden Jahrzehnten über den gesamten Untersuchungszeitraum ein etwas besseres Ergebnis abgeworfen hätte. Gleichzeitig wäre die Umschlagshäufigkeit innerhalb der Strategie im betrachteten Zeitraum dank der „längerfristigen“ Trendvariable dauerhaft niedriger gewesen, vor allem im 10-Jahreszeitraum von 2008-2018. Aufgrund dieser Ergebnisse hat sich Robeco kürzlich zur Verbesserung seines Durationsmodells mit dieser neuen Trendvariable entschlossen.

1 Quelle: Robeco Performance Measurement. Alle Angaben in EUR für die Anteilklasse DH und vor Abzug von Gebühren. In der Realität werden Kosten (wie Verwaltungsgebühren und sonstige Aufwendungen) berechnet. Diese wirken sich negativ auf die angegebenen Renditen aus. In der Vergangenheit erzielte Ergebnisse sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

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