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Anwendung von Factor Investing auf Unternehmensanleihen

Anwendung von Factor Investing auf Unternehmensanleihen

04-04-2018 | Einblicke

Obwohl Research zu Factor Investing großenteils auf den Aktienmarkt fokussiert ist, lassen sich dieses Konzept und die daraus resultierenden Vorteile auch auf den Unternehmensanleihemarkt übertragen.

  • Patrick  Houweling
    Patrick
    Houweling
    Head of Quant Credits
  • Jeroen  van Zundert
    Jeroen
    van Zundert
    Researcher Quantitative Credits

In aller Kürze

  • Zunehmende Belege sprechen für Factor Investing in Unternehmensanleihen
  • Eine Allokation auf mehrere Faktoren verringert das relative Risiko, und durch Erweiterung der Faktoren wird die Performance verbessert
  • Multi-Asset-Portfolios profitieren zudem von einer Allokation auf anleihenspezifische Faktoren

In ihrem Whitepaper „Factor investing in the investment grade and high yield corporate bond markets: an overview“ zeigen Patrick Houweling, Head of Quantitative Credits, und der im quantitativen Research tätige Jeroen van Zundert, wie sich Factor Investing auch auf die Unternehmensanleihemärkte anwenden lässt, und dass eine systematische Allokation auf Faktoren - Size, Quality, Low Risk, Value und Momentum - nachgewiesenermaßen höhere risikoadjustierte Renditen generiert.

In der wissenschaftlichen Literatur zu Unternehmensanleihen sind Low Risk und Momentum die am besten dokumentierten Faktoren. Weit weniger Research gibt es hingegen zu Quality, Value und Size. In ihrer Studie definieren die Autoren von Robeco Faktoren übereinstimmend mit der vorhandenen Literatur. Sie verwenden problemlos verfügbare Anleiheeigenschaften (z. B. Spreads, Rating, Laufzeit), die für Anleger am Unternehmensanleihemarkt intuitiv verständlich sind.

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Multifaktor-Portfolios bieten stabilere Renditen

Houweling und Van Zundert untersuchen das Risiko-Rendite-Profil einzelner Faktoren und eines Multifaktor-Portfolios. Die Einzelfaktor-Portfolios besitzen ihr eigenes, unterscheidbares Risiko-Rendite-Profil und generieren allesamt höhere risikoadjustierte Renditen als der Marktindex. Das Multifaktor-Portfolio bietet Diversifizierungsvorteile, die im Lauf der Zeit für eine im Vergleich zum Index stabilere relative Performance sorgen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass bei dem Multifaktor-Portfolio die von den einzelnen Faktoren generierte, hohe Sharpe ratio erhalten bleibt, die Wertverluste und der Tracking Error aber im Vergleich zum Markt niedriger sind. Houweling und Van Zundert kommen deshalb zu dem Schluss, dass eine Allokation auf mehrere Faktoren sowohl im Investment-Grade- als auch im High-Yield-Segment effektiv ist.

Nachdem sie den Mehrwert von Factor Investing im Unternehmensanleihemarkt aufgezeigt haben, wenden sie sich anderen Assetklassen zu, nämlich Aktien und Staatsanleihen. Anleger, die in ihrem Aktienportfolio bereits eine Allokation auf Faktoren vornehmen, sind vielleicht daran interessiert, diesen Ansatz auf ihre Unternehmensanleihe-Investments auszudehnen. Die Ergebnisse von Houweling und Van Zundert zeigen, dass die Anwendung eines Multifaktor-Ansatzes für die Unternehmensanleihen in einem traditionellen Multi-Asset-Portfolios dessen Sharpe-Ratio erhöht. Multi-Asset-Anleger, die bereits eine Allokation auf Aktien-Faktoren vornehmen und beschließen, dies auch im Unternehmensanleihe-Teil ihrer Portfolios zu tun, können ihre Sharpe-Ratio sogar noch weiter erhöhen.

Erweitertes Factor Investing

Studien von Robeco haben außerdem gezeigt, dass man diese wissenschaftlichen Ergebnisse durch Erweiterung der Faktordefinitionen und Optimierung der Portfoliokonstruktion übertreffen kann. Dabei ist es wichtig, die in jedem Faktor latent vorhandenen Risiken zu verstehen und diejenigen Risiken zu mindern, die nicht durch höhere Renditen angemessen kompensiert werden, und über verschiedene Variablen zu diversifizieren. Dies lässt sich durch Erweiterung dieser Variablen über die Eigenschaften des Rentenmarkts hinaus erreichen, indem man sich bspw. auch Rechnungslegungs- und Aktiendaten ansieht. Auch bei der Portfoliokonstruktion gibt es mehrere Möglichkeiten, die Performance zu verbessern: indem man sich auf die Verringerung der Umschlagshäufigkeit und die Begrenzung von Transaktionskosten konzentriert, unbeabsichtigte negative Positionierungen in Bezug auf andere Faktoren in einem Einzelfaktor-Portfolio und hohe Wetten auf bestimmte Sektoren und Regionen vermeidet, damit keine konzentrierten Positionen entstehen und der Diversifizierungsgrad erhöht wird.

Robeco bietet Einzelfaktor- und Multifaktor-Strategien für Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen, die als eigenständige Lösungen umgesetzt oder in einen Multi-Asset-Ansatz integriert werden können. 

Laden Sie hier das vollständige Whitepaper herunter, wenn Sie mehr über Factor Investing in Unternehmensanleihen erfahren wollen.
Lesen Sie auch: „Graham and Dodd Award“ rückt Robecos Research zu Factor Investing in Unternehmensanleihen ins Rampenlicht

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