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Lasst die Sonne herein – gigantische Solarkraftwerke gehen ans Netz

Lasst die Sonne herein – gigantische Solarkraftwerke gehen ans Netz

03-11-2020 | Spannende Zahlen
Die beiden größten Solarenergieanlagen der Welt sind ans Netz gegangen. Ihre Kapazität reicht aus, um eine Großstadt mit Strom zu versorgen.
  • Jaap  van der Hart
    Jaap
    van der Hart
    Equity Fund Manager

In aller Kürze

  • In Indien und China sind die beiden weltgrößten Solarkraftwerke ans Netz gegangen
  • Die Kapazität zur Stromerzeugung könnte eine Stadt von der Größe Londons versorgen
  • Emerging Market-Fonds bieten zahllose Anlagechancen
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Was ist geschehen?

Mit Abschluss der letzten Bauphase im Bhadla Solar Park im indischen Jodhpur ist die gesamte Stromerzeugungskapazität der 40 km2 großen Anlage auf 2,25 GW gestiegen. Es handelt sich um die größte Anlage ihrer Art in Indien – mit einer Größe von 5.600 Fußballfeldern bzw. aus indischer Sicht 2.000 Cricketfeldern.

Unterdessen hat China seinen Huanghe-Solarpark in Qinghai in der Mitte des Landes fertiggestellt. Mit 57 km2 ist die Grundfläche der Anlage zwar größer, jedoch ist ihre Kapazität zur Stromerzeugung mit 2,2 GW etwas geringer. Aufgrund des abgelegenen Standorts wurde eine 1.600 km lange Stromleitung gebaut, um den Strom zu Chinas Großstädten im Osten transportieren zu können.

Jedes der beiden Solarkraftwerke in dünn besiedelten Wüstengegenden umfasst mehr als 6 Millionen Photovoltaik-Paneele und kostete rund 2 Milliarden US-Dollar. Zusammengenommen verfügen sie über eine Stromerzeugungskapazität zur Versorgung von mehr als 3 Millionen Haushalten. Dies entspricht einer Stadt von der Größe Londons.

Warum ist das wichtig?

Abgesehen von den ökologischen Vorteilen hat sich Solarstrom als eine der preisgünstigsten Energiequellen in Ländern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen erwiesen. Das Bhadla-Kraftwerk kann Strom zu 2,44 Rupien (3,3 USD-Cents) pro Kilowattstunde verkaufen. Damit gehört es zu den preisgünstigsten Stromerzeugern in Indien. Strom aus Kohle kostet im Durchschnitt mehr als drei Rupien pro Kilowattstunde, obwohl der Preis aufgrund gesunkener Nachfrage während der Coronavirus-Krise gefallen ist.

Sowohl China als auch Indien produzieren und verbrauchen Kohle in erheblichem Umfang und bleiben weiterhin davon abhängig. Auf inländische Kohle entfallen 57 % der Stromerzeugung in beiden Ländern. Damit sind sie der größte bzw. der drittgrößte Emittent von CO2 (9,8 Milliarden bzw. 2,5 Milliarden Tonnen). (dazwischen liegen die USA mit 5,3 Milliarden t CO2-Emissionen).

China beabsichtigt, die Nutzung von Kohle zu verringern und bis 2060 CO2-neutral zu werden. Indien plant bis 2030 eine Verdopplung des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien an der gesamten installierten Kapazität auf 40 %. Die Verringerung der CO2-Emissionen der größten Länder der Welt bleibt unerlässlich, wenn die Ziele des Abkommens von Paris erreicht werden sollen und die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf maximal 2 °C begrenzt werden soll.

Was bedeutet das für Anleger?

„In den Schwellenländern gibt es etliche Unternehmen, in die man investieren kann, um sich im Thema Solarstrom zu engagieren“, sagt Jaap van der Hart, Portfoliomanager des Fonds Robeco Emerging Stars Equities. „Dabei handelt es sich meist um chinesische Firmen, da China die globale Lieferkette in dem Segment dominiert.“

„In unseren Schwellenländerfonds sind wir an einem chinesischen Hersteller von Solarglas beteiligt. Dabei handelt es sich um eine attraktive Nische, die über sehr gute Wachstumsperspektiven verfügt, wie man sich vorstellen kann. Selbstverständlich ist das Wachstum im Bereich Solarstrom alles andere als ein neues Thema, weshalb die Bewertungen in dem Bereich recht hoch sind. Aus unserer Sicht sollten Anleger daher wählerisch sein und sich auf Unternehmen fokussieren, die einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil besitzen und vernünftig bewertet sind.“

„Eine weitere Konsequenz betrifft die Auswirkungen auf andere Bereiche der Branche. Da Solarstrom immer noch preisgünstiger wird und eine umweltfreundlichere Alternative darstellt, gerät die Nutzung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen zunehmend unter Druck. Unsere Schwellenländerfonds investieren nicht in Kohleunternehmen. Dafür spricht nicht nur ihr negatives Nachhaltigkeitsprofil, sondern auch die Aussicht auf sinkende Absatzpreise und Produktionsvolumina.”

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