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Robeco wird 90 Jahre – in einer sich rapide wandelnden Fondsbranche

Robeco wird 90 Jahre – in einer sich rapide wandelnden Fondsbranche

04-12-2019 | Einblicke

Am vierten Dezember dieses Jahres feiert Robeco seinen neunzigsten Geburtstag. Als Gesellschaft mit dem ältesten Publikumsfonds Europas ist unsere Geschichte eng verwoben mit der rapiden Entwicklung der Investmentbranche in den letzten neun Jahrzehnten. Wir werfen einen Blick zurück auf einige der wichtigsten Ereignisse, die unsere Geschichte bislang geprägt haben.

  • Jan Sytze  Mosselaar
    Jan Sytze
    Mosselaar
    CFA, Director, Portfolio Manager

In aller Kürze

  • Von der Weltwirtschaftskrise ins digitale Zeitalter
  • Researchbasierter Ansatz von Anfang an
  • Pionier in den Emerging Markets sowie bei quantitativen und nachhaltigen Anlagen

Das Rotterdamsch Beleggings Consortium, kurz Robeco wurde am 4. Dezember 1929 in Rotterdam gegründet. Die Welt hat sich seither dramatisch verändert, doch einige Dinge sind gleichgeblieben. Beispielsweise hat Robeco nach wie vor seinen Sitz in Rotterdam und bietet researchgetriebene diversifizierte Anlagedienstleistungen für kleine und große Investoren weltweit.

Die Gründung von Robeco erfolgte nur fünf Jahre nach der Auflegung des ersten amerikanischen offenen Investmentfonds in Boston, die die Geburtsstunde der modernen Publikumsfondsbranche markiert. Als Europas älteste Publikumsfondsgesellschaft ist die Geschichte von Robeco daher eng mit der raschen Expansion der Branche in den letzten neun Jahrzehnten verwoben.

Die globale Fondsbranche repräsentierte in den späten 1920er Jahren zunächst nur einen unbedeutenden Teil der Finanzmärkte, hat sich aber bis heute zu einem Giganten mit 47 Billionen US-Dollar Volumen entwickelt. Die Geschichte dieses Aufschwungs und die ersten 90 Jahre des Bestehens von Robeco lassen sich in drei Abschnitte von 30 Jahren unterteilen, die mit den wichtigsten Phasen unserer Entwicklung korrespondieren. 

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1929-1959: Bescheidene Anfänge

Unsere Zeitreise beginnt mit den bescheidenen Anfängen von Robeco zwischen 1929 und 1959. Dieser Zeitraum wurde von den Nachwirkungen des Börsenkrachs im Jahr 1929 und der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre geprägt. Nur zwei Jahre nach seiner Gründung hatte Robeco fast die Hälfte seines anfänglichen Kapitals verloren. Die Anleger der ersten Stunde mussten jahrzehntelang warten, bis sich der Wert ihres Investments wieder erholte.

Das Konsortium wuchs stetig, indem es weltweit in Aktien und Anleihen investierte, sogar in Schwellenländern

Das Konsortium wuchs stetig, indem es weltweit in Aktien und Anleihen investierte, sogar in Schwellenländern wie Peru, Chile und Argentinien. Zum damaligen Zeitpunkt war die Investmentbranche noch eine beschauliche Nische in der Finanzwelt. Die Portfoliomanager waren konservativ und gingen bei ihren Investments bedächtig um, da sie die Weltwirtschaftskrise noch in frischer Erinnerung hatten.

1959-1989: Die große Transformation

Das Jahr 1959 stellte für Robeco einen Meilenstein dar, da das Unternehmen erstmals an einer Börse außerhalb der Niederlande notiert wurde – in Paris. Viele weitere internationale Listings sollten folgen. Außerdem erfolgte im selben Jahr ein Aktiensplit, bei dem 20 neue Aktien für eine bisherige Aktie ausgegeben wurden. Dies war der Auslöser des explosionsartigen Wachstums, das Robeco in den 1960er Jahren erlebte, unterstützt von überragenden Anlageergebnissen.

Robeco entwickelte sich in der Folge beinahe zu einem Monopolanbieter in den Niederlanden und zur größten Fondsgesellschaft Europas in den 1970er Jahren. Erst in den 1980er Jahren begann der Wettbewerb intensiver zu werden, als große Banken mit eigenen Fonds für ihre Kunden an den Start gingen. Dennoch blieb Robeco der mit Abstand dominierende Anbieter in den Niederlanden.

Unterdessen durchlief die Publikumsfondsbranche in den 1960er Jahren ebenfalls eine bedeutende Transformation, und zwar aufgrund drei wichtiger Entwicklungen. Erstens gerieten in den sogenannten „Go-Go“-Jahren konservative Manager in den Schatten junger, schnell redender und häufig handelnder Portfoliomanager. Diese bildeten konzentrierte und sehr riskante Portfolios, die eine hohe Umschlagshäufigkeit aufwiesen. 

Zweitens verwandelte eine Gruppe von Universitätsforschern in Chicago den Bereich Finance in eine akademische Disziplin. Sie entwickelten Modelle und Methoden zur Performancemessung, die noch heute weit verbreitet sind. Drittens schließlich sorgte die Einführung des MSCI World Index im Jahr 1969 und der ersten passiven Strategien in den 1970er Jahren für die zunehmende Bedeutung von Indizes und passiven Anlagen.

Nach dem Bärenmarkt der 1970er Jahre, in dem Geldmarktfonds sehr populär wurden, brachte der Bullenmarkt der 1980er Jahre ein starkes Wachstum für die Fondsbranche mit sich.

1989-2019: Vom Fall der Mauer zu Big Data

Im November 1989 fiel die Berliner Mauer – darin kündigte sich eine neue Welle der Globalisierung während der 90er Jahre an. Für Robeco markierten die 1990er Jahre den Beginn einer intensiven Kooperation mit der niederländischen Rabobank. Daraus ergab sich ein erneuter Wachstumsschub für Robeco, der in der vollständigen Übernahme von Robeco durch die Rabobank im Jahr 2001 kulminierte.

Die Computerisierung sowie besserer und schnellerer Zugang zu großen Datensätzen und Informationen bewirkten eine Transformation der Branche

Gleichzeitig veränderten sich die Marktkräfte drastisch im Zuge der Öffnung des Ostens, insbesondere Chinas. Daneben gab es weitere entscheidende Entwicklungen, die sich disruptiv auf die Fondsbranche auswirken, darunter die digitale Revolution. Die Computerisierung sowie besserer und schnellerer Zugang zu großen Datensätzen und Informationen bewirkten auch eine Transformation der Branche.

Seit dem Jahr 2000 hat sich Robeco – auch durch internationale Übernahmen – nach und nach zu dem internationalen Assetmanager von heute entwickelt. Zudem entstanden durch den Erfolg von Robecos quantitativen Strategien und die Stärke des Unternehmens im Bereich nachhaltiger Geldanlage zwei neue Fokusbereiche, in denen Robeco heute als Weltklasse-Anbieter gilt.

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